Laurentiuskirche und Marktplatz

Mahnwache: Altdorfer beten für den Frieden

Aaron Mühlendyck rief vor der Laurentiuskirche zu Geld- und Sachspenden auf: „Wir können dazu beitragen, das Leben der Menschen ein kleines bisschen besser zu machen. | Foto: Privat2022/03/Friedensgebet-crop.jpg

ALTDORF – Erneut sind viele Altdorfer zum ökumenischen Friedensgebet in der Laurentiuskirche und der anschließenden Mahnwache auf dem Marktplatz zusammen gekommen. Auch am heutigen Freitag, 11. März, treffen sich Interessierte wieder um 18 Uhr zum Gebet und im Anschluss ab 18.30 Uhr laden die Mitglieder der Stadtratsfraktion zur Mahnwache zum Krieg in der Ukraine.

Damit setzen die Menschen in Altdorf die Friedensaktion fort, die am 25. Februar in der Wallensteinstadt durch die Evangelische Kirchengemeinde und das Bündnis für Respekt und Toleranz initiiert worden war.

Das Entsetzen über die rücksichtslose Kriegsgewalt und die Sehnsucht nach Frieden für die Menschen in der Ukraine ist groß. Vielen ist das gemeinsame Gebet sehr wichtig. Es ist eine Möglichkeit, auch der Sorge und Angst vor Krieg Raum zu geben und diese Klage vor Gott zu bringen. “Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.“ Diese Botschaft der ersten Vollversammlung des ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1948 ist nach wie vor aktuell.

Kerzen zum Gedenken

Die anschließende Mahnwache, bei der sich sehr viele Menschen mit Kerzen zu einem großen Kreis formierten, war bewegend. Aaron Mühlendyck rief zu einer Gedenkminute auf. „Niemand von uns hat sich diesen Krieg gewünscht, wir sind fassungslos über das, was die russische Führung den Menschen in der Ukraine und ihrer eigenen Bevölkerung antut. Und doch sind wir nicht machtlos: Wir können zumindest unseren Teil dazu beitragen, das Leben der Menschen ein kleines bisschen besser zu machen, indem wir Geld- und Sachspenden sammeln und auch, indem wir Aufmerksamkeit über Mahnwachen schaffen.“ Das nächste ökumenische Friedensgebet findet am morgigen Freitag ab 18 und die Mahnwache ab 18.30 Uhr statt.

Mahnwache zum Thema Atomkraft

Ebenfalls In Altdorf gibt es am Samstag, 12. März, von 11 bis 11.30 Uhr eine weitere Mahnwache zu der die Energie-Initiative aufruft. Ebenfalls an der Laurentiuskirche wird an die Opfer der Atomkatastrophe in Fukushima gedacht und auch an die Menschen in der Ukraine. „Atomkraftwerke sind nicht nur im Kriegsfall ein gefährliches Risiko – wie wir am Beispiel Saporischschja sehen – sondern obendrein auch viel zu teuer“, heißt es in der Einladung.

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