Hilfe für Menschen auf der Schattenseite des Lebens

Rudi Raab an der Lions-Spitze

Der aktuelle Vorstand des Lions Club Lauf (v.l.): Christian Kurz (Clubmaster), Ralf Weiß (Past-Präsident), Jörg Krames (Vize-Präsident), Markus Lüling (Sekretär), Rudi Raab (Präsident), Thomas Rebmann (Schatzmeister)Foto: Hatzelmann2015/07/lionsvorstand_mit_rudi_raab_hh.jpg

LAUF — „Den Menschen helfen, die im Schatten stehen“, dieses Motto hat sich der neuen Präsident des Lions Club Lauf, Rudi Raab, zum Schwerpunkt seines Amtsjahres erklärt. Raab ist bei den Lions der Nachfolger von DHT-Leiter Ralph Weiß.

„Auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen, erfolgreich zu sein, ist entscheidend für gesellschaftliche Anerkennung“, sagte Rudi Raab in seiner Antrittsrede. „Die im Dunkeln sieht man nicht …, beklagt schon Bertolt Brecht in seiner Dreigroschenoper. Die Menschen im Schatten des pulsierenden Lebens wahrzunehmen, in ihrem oftmals unverschuldeten Schicksal beizustehen, mitfühlend, miterlebend“, dies ist der Anspruch von Rudi Raab in seinem Amtsjahr. Von Ralf Weiß, Leiter des Dehnberger Hof Theaters, hat er ab Juli turnusgemäß das Präsidentenamt des Lions Clubs Lauf übernommen. Unterstützt wird er von einem Vorstand „mit jenem hohen ehrenamtlichen Engagement, das die weltweit größte Serviceorganisation kennzeichnet“.

Lagen die Aktivitäten („Activities“) des Theatermenschen Weiß hauptsächlich im Bereich seines Metiers, mit kulturpädagogischer Zielrichtung, so hat der erfolgreiche Laufer Unternehmer Rudi Raab, Inhaber der Firma „Art di Como“ (Oscar Sembach Ring) in ein waches Auge für betriebliche und soziale Belange. Entsprechend seine „Handschrift“ beim Jahresmotto für „seinen“ Club: „Gemeinsam (er)leben“. Was sich eben nicht allein auf das interne Clubleben beziehen soll, sondern auf „die Menschen, welche nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, wie Raab betont.

Und warum nicht seine vielseitigen Begabungen und Fertigkeiten einsetzen für den guten Zweck: Rudi Raab ist ebenso geschickter wie unermüdlicher Organisator, seine Leidenschaft aber ist Kochen. Nicht nur, dass er kulinarischen Anspruch mit Genuss zu verbinden weiß, für ihn ist – gemeinsames – Kochen auch Mittel zum Helfen. Beispielsweise durch einen „Benefiz-Kochevent“ mit Bürgermeister Bisping zugunsten des Laufer Weihnachtshilfswerkes, für gezielte Hilfe an Laufer Bürger am kommenden Weihnachtsfest.

Caritatives Event-Kochen

Ein weiteres Event, mit dem fernsehbekannten Sterne-Koch Andi Schweiger, ist im Januar geplant. Hobbykoch und Lionspräsident Raab freut schon auf dieses Highlight und darauf, mit dem Erlös einen Empfänger, eine Gemeinschaft zu unterstützen, die ihm „besonders am Herzen liegt“, wie er verrät: den Münzinghof, die idyllisch-einsam nahe Velden lebende einzigartige Dorfgemeinschaft. Die „lebendige Dorfgemeinschaft“ nach eigenem Bekunden, in der „Inklusion in Perfektion gelebt wird, Menschen mit und ohne Handicaps voll zusammenleben und wirtschaften“, schwärmt Raab. Es sei eine Genugtuung für ihn, für Lions, „so ein wegweisendes Projekt zu unterstützen“.

Auftakt des Raab‘schen Präsidentenjahres, gleichzeitig von besonderer Bedeutung bezüglich logistischer Herausforderung und Spendenertrag, ist die nunmehr vierte Auflage der von Raab selbst ins Leben gerufenen Aktion zum offiziellen Beginn der „Krapfensaison“ anlässlich des Starts der Karnevals(vor)saison am 11. November. Bis 11.11 Uhr konnten in den vergangenen drei Jahren gut 36 000 Exemplare des leckeren „Faschingsgebäcks“ an freudig-überraschte Empfänger in Betrieben und Behörden ausgeliefert werden und mit dem Erlös von über 18 000 Euro viele Einrichtungen in Stadt und Region unterstützt werden. Darunter besonders die „Schülertafel“, damit sozial benachteiligten Kindern auch Teilhabe am ganzen schulischen Leben gesichert ist. Damit sie nicht schon früh zu denen werden, „die im Schatten sind“.

Was treibt Rudi Raab, der hofft, dieses Jahr vielleicht den 50 000. Krapfen verteilen zu können, was treibt die Laufer Lions an, auf anderes Menschen zuzugehen, da zu helfen, wo es dringend nötig ist? Der frisch gebackene Lionspräsident erklärt es abschließend mit der scheinbar selbstverständlichen Feststellung von François-Marie Voltaire: „Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun“.

N-Land Herrmann Hatzelmann
Herrmann Hatzelmann