Kritik an Fraktionsspitze

Pompl legt Mandat nieder

LAUF — Laufs Altbürgermeister Rüdiger Pompl wirft hin: Nach 30 Jahren legt er sein Kreistagsmandat für die CSU nieder.

Nicht gesundheitliche Gründe sind ausschlaggebend, sagte Rüdiger Pompl gestern gegenüber der PZ, er fühle sich „rundum wohl“. Vielmehr könne er sich eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Fraktionsspitze im Kreistag und insbesondere mit der Fraktionsvorsitzenden Cornelia Trinkl nicht mehr vorstellen. Deutliche Worte sind das, noch detaillierter will sich der 69-Jährige nicht zu den Gründen äußern. Nur so viel: Er hätte sich mehr Gespräche gewünscht.

Aus CSU-Kreisen wird jedoch kolportiert, dass Pompl, der bei den Wahlen zum Kreistag im März von Platz 8 auf Platz 6 nach vorne gewählt worden war, intern regelrecht „abserviert“ und in die Koalitionsverhandlungen nicht einbezogen worden sei. Auch in der Fraktionsspitze ist der langjährige stellvertretende Vorsitzende nicht mehr vertreten.

„Wir haben die Fraktion nach den Wahlen neu aufgestellt, das ist als Vorsitzende auch meine Aufgabe“, so die Röthenbacherin Cornelia Trinkl auf Nachfrage der PZ. Pompl habe diese personelle Neuausrichtung mitgetragen und nicht mehr für den stellvertretenden Vorsitz kandidiert. Deshalb sei sie von seinem schriftlich angekündigten Rückzug auch „völlig überrascht“.

Formal muss der Kreistag Pompl aus seinem Amt entlassen, das könnte in der nächsten Sitzung am 28. Juli passieren. Nachrücker aus den Reihen der CSU ist Laufs Zweiter Bürgermeister Norbert Maschler.

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