Stadtwerke wollen vorher alte Leitungen austauschen

Neue Straßendecke erst 2017

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LAUF (fi) — Die Erneuerung der kompletten Straßendecke in der Ortsdurchfahrt (ehemalige B14) in Lauf im Kernstadtbereich wird auf 2017 verschoben.

Im Zuge des Austausches der Ranna-Wasserleitung nach Nürnberg im letzten Jahr waren die Hersbrucker Straße, die Saarstraße und die Nürnberger Straße in Mitleidenschaft gezogen worden. Wenn man aber jetzt schon die komplette Asphaltdecke zwischen Hirtenbrücke und Simonshofer Straße erneuert, dann sollten doch vorher alte Gas- oder Wasserleitungen untersucht und wenn nötig ausgetauscht werden, so die Begründung aus dem Bauamt. „Einfach um die neue Straße möglichst lange ohne Flicken zu erhalten“, erklärte Tiefbaureferent Bernhard Hammerlindl im Bauausschuss. Dabei ist die Deckensanierung von der N-Ergie Nürnberg, sie ist zuständig für die Rannaleitung, schon bezahlt. „Das Geld ist überwiesen“, so Hammerlindl.

Ursprünglich sollte die Decke der alten B 14 ja noch direkt im Zuge des Rannaleitungsbaues 2015 erneuert werden. Verzögerungen und der Winter machten diese Pläne aber zunichte. Also wurden vor dem Winter nur die mächtigen Baugruben verfüllt und die Löcher im Asphalt provisorisch geflickt. Geplant war der Deckenbau dann für Frühjahr 2016.

Gespräche vor allem mit den Stadtwerken haben nun ergeben, dass im Bereich der inneren Nürnberger und Hersbrucker Straße, sowie in der Saarstraße noch zahlreiche alte Hausanschlüsse, sowohl bei Wasser als auch bei Gas vorhanden sind. Diese weisen zwar aktuell keine Lecks auf, bergen aber natürlich ein höheres Potential zu brechen, als neue Leitungen, so Klaus Dieter Brinke von den städtischen Werken. Untersucht wurden auch Abwasserkanäle, um auch hier Aufgrabungen in den nächsten Jahren zu vermeiden.

Die Stadtwerke ergreifen also nun die Gunst der Stunde vor dem Deckenbau und untersuchen ihre Anschlüsse. Rund zwei Dutzend Wasseranschlüsse mit alten Stahlleitungen und etwas weniger Gasanschlüsse könnten vom Austausch betroffen sein, so ein Stadtwerkssprecher. Der Austausch schon im Zuge des Rannaleitungsbaues sei technisch nicht möglich gewesen, wie schon Hammerlindl eine entsprechende Anfrage eines Stadtrates beantwortet hatte. Während der Arbeiten an der Rannaleitung war kein Platz, die Arbeiten hätten sich nur gegenseitig behindert.

Um aber den Laufern, den Autofahrern auf der Ortsdurchfahrt und den Geschäftsleuten, zumindest heuer im Jahr der Feiern zum Karl-Jubiläum nicht schon wieder größere Straßensperrungen zumuten zu müssen, werden die Leitungsarbeiten und der Deckenbau gleich auf den Sommer 2017 verschoben. „Wir hätten die Arbeiten vor dem Altstadtfest, dem Kunigundenfest und dem Karls-Geburtstag nicht mehr untergebracht“, sagt der Bauamtssprecher.

Geplant ist folgender Ablauf. Noch 2016 sollen alle Arbeiten erfolgen, die ohne große Verkehrsbeeinträchtigung möglich sind. Das heißt, dass Rohre und Schieber (Absperrhähne) von Hausanschlüssen im Randbereich von Saarstraße oder Nürnberger Straße schon in den nächsten Wochen untersucht und erneuert werden. (Die ersten stundenweisen Wasserabsperrung wurden von den Stadtwerken schon angekündigt.) Dafür muss die B14 nicht gesperrt werden.

Im nächsten Jahr, nach dem Kunigundenfest vermutlich, werden dann die Leitungen direkt unter der Straße, wie beispielssweise eine Gasleitung am Friedensplatz, erneuert. Dafür muss die Ortsdurchfahrt, zumindest in Teilen gesperrt werden. Direkt im Anschluss erfolgt dann der Deckenneubau, der den Verkehr, für eine kurze Zeit, natürlich ebenfalls wieder erheblich beeinträchtigt.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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