Kirchweih: In Leinburg sportlicher Auftakt, in Hagenhausen gemütlich

Ganz entspannt in Hagenhausen: Hier nahmen die Kirchweih-Burschen einen Kran zu Hilfe, als sie ihren Baum aufstellten.2012/05/kirwahagenhausen_New_1338211502.jpg

LEINBURG/HAGENHAUSEN – Sonniger Kirchweihauftakt in Leinburg und in Hagenhausen: Am Samstag holten die Kärwa-Burschen ihre Fichten aus dem Wald und stellten sie auf, in Hagenhausen vor dem Gasthaus Zur Linde, in Leinburg auf dem Festplatz. Während die Hagenhausener ihren Baum bereits nach 30 Minuten in der Senkrechten stehen hatten, waren die Leinburger über vier Stunden beschäftigt.

Was nichts über die Leistung der Leinburger Jungs aussagt, weil die mit Muskelkraft arbeiteten, die Hagenhausener sich aber ganz bequem mit einem Kran halfen, um ihre 30-Meter-Fichte aufzustellen. Während Hagenhausen die Kirchweih also gemütlich anging, war Leinburg sportlich, nicht nur beim Baumaufstellen. Erneut hatten die Leinburger zum Kirchweih-Lauf geladen, der sich ungebrochener Beliebtheit erfreut. Teilnehmer aus der ganzen Region trafen sich wieder, um die Strecken am Fuß des Moritzbergs zu laufen, für viele ist der Termin mittlerweile im Kalender der Laufveranstaltungen fest eingetragen.

Für die besten Läufer gab es unmittelbar nach dem Fassanstich durch Bürgermeister Joachim Lang eine Siegerehrung im Hof der Brauerei Bub.

In Hagenhausen haben die Kirchweihpaare am Sonntag den Baum ausgetanzt, abends sorgten dann die Rascher Boum für exzellente Stimmung. Gestern traf man sich zur Flurprozession, eigentlich der Höhepunkt der Hagenhausener Pfingstkirchweih. Pfarrer Börschlein führte die Prozession zum von Familie Köchel festlich geschmückten Altar am Feldkreuz Richtung Stöckelsberg, dann ging es weiter zum nächsten Altar bei Familie Ehrnsperger und anschließend zurück zur Kirche. Am Abend stand dann die Verlosung des Kirchweihbaums auf dem Programm.

In Leinburg wird auch heute noch gefeiert. Hier wurde der Baum am Montagabend ausgetanzt, mit dabei der traditionelle Betzn. Heute geht es mit dem Eilwagenfahren durch den Ort noch mal richtig zur Sache. Die Fahrten auf dem Rad sind eine Leinburger Tradition, die Teilnehmern wie Zuschauern gleichermaßen Spaß macht.

Kirchweihverein seit 2008


2008 haben die Leinburger einen Kirchweih-Verein gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, das Kirchweihbrauchtum im Ort zu bewahren. Dazu gehören auch die zahlreichen Kirchweihlieder, 150 sollen es in Leinburg sein, die die Kirwa-Jungs unter der Leitung von Manuel Böhm und Michael Räbel einstudieren. Gemeinsam machen sie das, wie alles andere auf der Kirchweih auch: Zelt aufbauen, Brennholz hacken, Kränze für den Kirwabaum binden den Bauwagen als Unterkunft einrichten und die 30-Meter-Fichte aus dem Wald holen und aufstellen. Tradition und Zusammenhalt,das gilt auch für die Hagenhausener Kirwa-Boum und ihre Moidla und ist sicher eines der Geheimnisse einer gelungenen Kirchweih.

Friedlich blieb es auf der Leinburger Kirchweih bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe auch. In Hagenhausen wurde die Polizei zu einem Streit zwischen zwei Kirchweihgästen um ein Taxi gerufen. Einer der beiden schlug seinem Gegner mehrmals mit der Faust ins Gesicht. Ein anderer Kirwa-Gast in Hagenhausen rastete im Verlauf eines Streits derart aus, dass er einen Gartenzaun beschädigte.

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