Sanierungsarbeiten auf Burg Hohenstein

Am „Langhaus“ wird fleißig gewerkelt

Georg Maul, Vorsitzender des Verschönerungsvereins, Architektin Marisia Conn, Bürgermeister Peter Stief, Restaurator Claus Giersch und Landrat Armin Kroder (v. links) betrachten den Plan des aktuell zu renovierenden Teils der Burg Hohenstein. Foto: Häusler2014/03/5_2_1_2_20140307_BURG.jpg

NÜRNBERGER LAND (lra) — Im sogenannten „Langhaus“ der Burg Hohenstein sind Sanierungsarbeiten in vollem Gang. Landrat Armin Kroder informierte sich bei einem Baustellenbesuch auf der Burg über die aktuelle Sachlage.

In Begleitung von Kirchensittenbachs Bürgermeister Peter Stief und dem Vorsitzenden des Verschönerungsvereins, Georg Maul, mit seiner Frau Gertraud informierte sich Kroder über Umfang, Baufortschritt und Planung der Arbeiten im Inneren der Burg. Unter der fachkundigen Leitung von Architektin Marisia Conn und Restaurator Claus Giersch wurden die besonderen Herausforderungen der Arbeit an dem historischen Bauwerk anschaulich dargelegt.

Wahrzeichen des Kreises

Von den vier Geschossen sollen zwei der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Besitzer des Teilstücks des Hauses (der andere Teil ist in Privatbesitz) ist der Verschönerungsverein Hohenstein und Umgebung. Kroder dankte dem Verein und allen seinen Mitstreitern für ihren langjährigen Einsatz zur Erhaltung der Burg Hohenstein, einem Wahrzeichen des Nürnberger Landes.

Vereinsvorsitzender Georg Maul hat zusammen mit seiner Frau Gertraud in jahrelangem Engagement darauf hingearbeitet, diesen speziellen Teil der Burg zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen. Zahlreiche Gespräche mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und Anträge für öffentliche Fördergelder machten es möglich, dass noch in diesem Jahr die Teil-Sanierung abgeschlossen werden kann – wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt. Zur Nutzung der Räume werden noch Überlegungen angestellt.

Die Burg Hohenstein hat eine lange, bewegte Geschichte: Erbaut in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, kam sie 1553 in den Besitz der Freien Reichsstadt Nürnberg, die für ihre Verwalter das sogenannte „Lange Haus“ errichten ließ. Nach über 300-jähriger reichsstädtischer Zugehörigkeit kam die Burg in Besitz des Königreichs Bayern, danach wurden Teile Privatbesitz.

1983 kaufte der Verschönerungsverein Hohenstein, der bereits 1901 die Burgkapelle erworben, diese stilgerecht renoviert und deren kirchliche Nutzung wieder ermöglicht hatte, vom veräußerungswilligen Freistaat Bayern den Hauptteil der Burg mit dem Palas. Der Hohensteiner Verein hat mit dem Erwerb erfreulicherweise sichergestellt, dass die geschichtsträchtige Burg auch weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich ist.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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