HERSBRUCK - Rund um den 15. Februar wurde es in Schulen, Familien und Einrichtungen im Nürnberger Land ungewöhnlich blau – genauer gesagt: zungenblau. Anlass war der Internationale Angelman Day (IAD), der jährlich weltweit auf das Angelman‑Syndrom aufmerksam macht. Da der Aktionstag diesmal auf einen Sonntag fiel, nutzten viele Gruppen bewusst die Tage davor und danach, um auf die seltene neurogenetische Erkrankung hinzuweisen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Im Mittelpunkt steht die „blaue Zunge“ – das Aktionssymbol 2026. Blau ist zugleich die traditionelle Farbe der internationalen Angelman‑Community. Sie steht für Zusammenhalt, Hoffnung und Sichtbarkeit. Auch eine Familie aus dem Nürnberger Land beteiligt sich seit Jahren besonders engagiert am Aktionstag: Mika, 13 Jahre, lebt seit seiner Geburt mit dem Angelman‑Syndrom. Gemeinsam mit seiner Schwester Lotti (8) möchten die Eltern Elke und Michael Kipfstuhl zeigen, dass hinter dem Begriff Inklusion Menschen mit echten Geschichten stehen. „Wir haben viel Freude zusammen und lachen viel. Aber es ist auch nicht immer einfach“, sagt Elke Kipfstuhl. Umso wichtiger sei es, Verbündete zu finden.