Info über EU-Politik

Schüler des PPG Hersbruck besuchten Brüssel

Die Schüler waren von der weltoffenen Stadt Brüssel und ihrem besonderen Flair beeindruckt. | Foto: privat2018/11/Bruessel.jpg

HERSBRUCK/BRÜSSEL – Im P-Seminar „Politik Erleben“ haben die Schülern der zwölften Klasse des Paul-Pfinzing-Gymnasiums unter Leitung der Sozialkundelehrerin Christina Maier eine politische Studienreise nach Brüssel, dem Sitz der EU, unternommen.

Nach einer erfolgreich durchgeführten U18-Wahl am eigenen Gymnasium für die Jahrgangsstufen 10 bis 12, einem Besuch einer Stadtratssitzung in Nürnberg sowie einer Exkursion in den Bayerischen Landtag wollte sich das Seminar auch die EU-Politik aus der Nähe ansehen. Ziel war es, sich nicht mehr nur auf die politischen Abläufe im eigenen Land zu beschränken, sondern auch über die europäischen Organe oder die bayerische Politik in Brüssel Bescheid zu wissen.

Das durch die Schüler geplante Programm begann mit dem Besuch des Atomiums, einem der wichtigsten Wahrzeichen von Brüssel. Das für die Weltausstellung von 1958 eröffnete Gebäude begeisterte nicht nur durch seine Architektur, sondern auch durch die Kunstausstellung im Inneren. Im Anschluss wartete auf die Gruppe eine Stadtführung mit dem Bus. Diese endete am zweiten Wahrzeichen der Stadt, „Manneken Pis“.

Der darauffolgende Tag startete mit einem Besuch des Europäischen Parlaments. Den Teilnehmern wurde der Plenarsaal gezeigt und die Funktionsweisen des Parlaments sowie die unterschiedlichen Abstimmungsformen erläutert. Neben der eigentlichen Aufgabe des Parlaments, über Gesetzesentwürfe der Europäischen Kommission abzustimmen, blieb besonders die komplexe Arbeit der Dolmetscher in Erinnerung.

Da jeder Abgeordnete bei Versammlungen die Möglichkeit hat, in seiner Landessprache zu sprechen, werden auch Dolmetscher für jede Sprache benötigt.
Dann ging es weiter ins „Parlamentarium“. Bei einem interaktiven Planspiel durften die Schüler selbst ein Gesetzgebungsverfahren durchspielen. Die Gruppe wurde in vier Parteien aufgeteilt. Anschließend begannen hitzige Diskussionen über neue Richtlinien. Nach einigen Stunden der Verhandlungsarbeit einigten sich die Schüler dann auf eine Version der Richtlinien.

Der letzte Tag der Reise fing mit der Besichtigung der Bayerischen Vertretung in Brüssel an. Christoph Spegele, der für die europäischen Angelegenheiten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zuständig ist, gab einen Einblick in die Arbeit des Freistaats.

Abschließend stand der letzte politische Programmpunkt auf der Tagesordnung: ein Besuch beim Ausschuss der Regionen (AdR). Rainer Steffens, der Vertreter Nordrhein-Westfalens im AdR, gab einen Überblick über dessen Mitglieder und deren Arbeit für Europa. Auch wenn der AdR nicht direkt Einfluss auf die EU-Gesetzgebung nehmen kann, kann er diese doch wesentlich beeinflussen.

Nach drei Tagen in der internationalen Stadt traten die Schüler schließlich ihre Heimreise nach Hersbruck an. Sie bedankten sich zudem bei der Raiffeisenbank Hersbruck und bei Dauphin für die finanzielle Unterstützung.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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