Stadtjugendrat Hersbruck

Kein Politikverdruss

Wie die Großen: Lauritz Eckardt (links) führte durch die Sitzung des Stadtjugendrates und nahm Vorschläge der Räte auf. Diese werden beim nächsten Termin am 18. September behandelt. Foto: U. Meckler2013/06/5_2_1_2_20130614_JUGEND.jpg

HERSBRUCK – Zügig und kompetent: Wie ihre älteren Kollegen haben sich die neuen Stadtjugendräte zum ersten Mal komplett alleine zu einer Sitzung getroffen. Themen waren die Bildung von Arbeitsgruppen, die Ernennung eines Internetbeauftragten und die Gestaltung des Jedermannsportplatzes.

„Ich begrüße euch ganz herzlich“, „Sind wir vollständig anwesend?“ und „Ich bitte, für den Beschluss Handzeichen zu geben“: Der Vorsitzende des Stadtjugendrates, Lauritz Eckardt, führte durch die Sitzung, als ob er in seinem Leben nichts anderes gemacht hätte. Das war sehr von Vorteil, schließlich hatten die Nachwuchspolitiker eine Reihe an Punkten zu beackern.

Ohne Gegenstimme – das neunte Mitglied Anna Kleinlein war krankheitsbedingt nicht anwesend – wählten die Räte Simon Buchholz zum neuen Internetbeauftragten. Er wird sich um den Onlineauftritt http://stadtjugendrat-hersbruck.de kümmern und in der nächsten Sitzung am 18. September Details zur geplanten Facebookseite präsentieren, bevor diese online geht.

Diskussion lieferte die Art der Handhabung: Simon Buchholz plädierte dafür, dass nur die Räte auf der Seite Nachrichten posten können. Vincent Müller Philipps Sohn hielt dagegen: „Alle Jugendlichen sollten auf Dinge hinweisen können.“

Drei Gruppen

Der Stadtjugendrat entschloss sich außerdem, drei Arbeitsgruppen zu bilden. Diese sind: Sport und Vereine, Öffentlichkeitsarbeit sowie Aktivitäten und Innenstadt. Dabei arbeiten je drei Räte in einer Gruppe. Die Aufteilung stand noch nicht fest. In einer Extra-Arbeitsgruppensitzung wollen die Jungen und Mädchen über einzelne Themen beraten. Die Organisation von Festen, bei der auch andere Jugendliche mitmachen, war eine der Ideen.

Bürgermeister Robert Ilg, der neben dem Jugendbeauftragten Friedrich Biegel und Birgit Meister von der Stadtverwaltung an der Sitzung teilnahm, erläuterte dem neuen Gremium den aktuellen Stand bei der Neugestaltung des Krebsbaches. Dies war insofern von Interesse, da die Maßnahme den Jedermannsportplatz betrifft, den Jugendliche gerne besuchen.

„Er bleibt im Wesentlichen erhalten“, sagte das Stadtoberhaupt dem Gremium zu. Allerdings müsse er wegen der Baumaßnahmen nach Südosten verlegt und möglicherweise gedreht werden. „Gerne könnt Ihr Ideen bei der Gestaltung mit einbringen“, munterte Ilg die Jugendlichen auf. Er bot dem Stadtjugendrat dazu auch an, einen Besichtigungstermin vor Ort auszumachen.

Beim Thema Jugendsportplätze äußerte Vincent Müller Philipps Sohn den Wunsch eines Volleyballfeldes außerhalb des Strudelbades. „Je konkreter die Vorschläge, desto besser“, kommentierte Bürgermeister Ilg. Dann könnten diese im Bauausschuss eingebracht werden.

Die Jugendlichen sollten allerdings auch den Pflegeaufwand solcher Plätze beachten. Außerdem nahm Ilg die Vorschläge auf, den Sand im Volleyballfeld im Strudelbad auszutauschen sowie das Gras am Fußballplatz in Ellenbach schneiden zu lassen.

In der nächsten Sitzung wird der Rat über das Thema Volleyballfeld erneut verhandeln. Außerdem sollen die Vorsitzenden des Kick, Peter Wagner, und des LiCK-Vereins, Herbert Schlittenbauer, eingeladen werden. Hintergrund ist, das City Kino als möglichen Veranstaltungsort zu nutzen und mehr Filme für Jugendliche zu zeigen.

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