Schottischer Abend am PPG

Eine Reise „to the Lossies“

Die Teilnehmer des P-Seminars hatten ein interessantes Programm zusammengestellt. | Foto: M. Ermer2020/02/IMG_7054-scaled.jpg

HERSBRUCK – Ihr Wunsch war es, die schottische Kultur zu erleben – und gemeinsam mit den Lehrerinnen Astrid Helfert und Marina Münch wurde dieser Wunsch Realität: Im vergangenen Jahr flogen 15 Schüler im Rahmen ihres P-Seminars „Schottischer Abend“ nach Schottland. Den Reisebericht und eine kleine Lektion im Shortbread-Backen zeigten sie nun im Paul-Pfinzing-Gymnasium.

Auf den kurzweiligen Abend in der gut gefüllten Schulaula stimmte der große Chor unter Leitung von Verena Tomys ein – natürlich mit schottischem Liedgut.

Die beiden Moderatorinnen Michelle Neubauer und Marike Aupperle wollten dann als erstes von den Besuchern wissen, wer schon einmal in Schottland war. Viele Hände gingen nach oben, so kannte der ein oder andere die Sehenswürdigkeiten, die die Präsentation der angehenden Abiturienten zeigte. Nach etwas holprigem Start ihrer Reise mit ungeplantem Aufenthalt in Amsterdam flogen sie nach Aberdeen. Dort begrüßte sie  James Allan, dem langjährigen Begleiter der Städtepartnerschaft aus der „Twin-Town“. Als „Special Guest“ war er auch extra für den Abend aus Lossiemouth angereist.

Untergebracht bei Einheimischen, lernten sie beim Pizzaabend die Schüler der High School kennen und fanden erste kultur- und landestypische Unterschiede heraus. Diese vertieften sie beim Unterricht mit den schottischen Schülern. Erste Wörter, die sie dort in „Scots“, dem typischen Dialekt, dessen Ursprung im Keltischen liegt, lernten, bekam das Publikum zu hören: Körperteile richtig zu deuten, endete in einem Ratespiel.

Kunst, Informatik, Tänze und Backen

Neben Kunst und Informatik und schottischen Tänzen erhielten die Gymnasiasten einen Kurs im Shortbread-Backen. „Bernds Backshow“ mit Valentin und Bernd zeigte das unterhaltsam, denn aus Butter, Zucker und Mehl ist der Teig schnell zusammengemischt. Den Mürbteig probierten die Besucher jedoch lieber in gebackener Form am Büfett. Das hatte auch weitere Spezialitäten aus der schottischen Küche aufzubieten. Alles selbst gemacht von den Teilnehmern des P-Seminars.

Gestärkt ging es in den zweiten Teil des Abends. Die gebürtige Schottin Ruth Bär lud mit einer Geschichte auf Englisch und kleiner Fotostrecke zu einem „Short Trip to Scotland“ ein. Sie berichtete über ein Dorf, dessen Bewohner ein komplettes Klosterleben in Kleinformat gestrickt hatten. Inklusive Bibeln so groß wie ein halber Fingernagel.

Frieren in den Wellen

Die Reise der Schüler ging aber noch weiter: Es ging für sie nach Loch Ness, Inverness und bei elf Grad ins Meer. Am vierten und letzten Tag organisierte James Allen eine Feier zum 18. Geburtstag von Valentin. Spätestens da wurde es emotional für die Zwölftklässler, denn an Tag fünf stand der Abschied von Schottland und einigen neuen Freunden an.

Mit einem Video, das noch einmal die schönsten Momente der Schüler zeigte, ließen sie ihre Reise Revue passieren. Gelungen war dort vom Abflug bis zum Baden in eiskalten Wellen vieles festgehalten, das spätestens jetzt auch dem Letzten im Publikum Lust auf einen eigenen Besuch im nördlichsten Land des United Kingdom machte.

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N-Land Michelle Ermer
Michelle Ermer