Bauausschuss des Stadtrates

31 Patientenbetten mehr

Die idyllisch an der Pegnitz gelegene Hersbrucker Hautklinik Psorisol treibt ihre Erweiterungspläne voran. Foto: J. Ruppert2015/08/Bauaussch_Heb.jpg

HERSBRUCK – Nach einigem Stillstand scheint die Psorisol nun langsam ernst zu machen. Der Bauausschuss des Stadtrates befürwortete zwei Anträge, die mit der Erweiterung der Hersbrucker Hautklinik auf der Sartorius-Insel zu tun haben. Dazu ging es um schnell wachsende Bäume statt Sonnensegel, ein Lagerzelt und die Kühnhofener Dorfstraße.

Wie berichtet, möchte die Psorisol im hinteren Bereich der Hersbrucker Turnhalleninsel auf einem Gartengrundstück ein zusätzliches Großgebäude errichten. Das Gelände wird zum Schutz vor Hochwasser rund einen Meter angehoben. Die Ausmaße des Neubaus betragen 50 Meter mal 35 Meter, vorgesehen sind drei rund zwölf Meter hohe Vollgeschoße (das Nottreppenhaus 14,80m) und ein extensiv begrüntes Dach.

Die Kapazität der Klinik vergrößert sich dadurch um 31 Betten, Behandlungs- und Funktionszimmer, OP-Räume, einen Speisesaal und eine Küche. Ein zweigeschossiger Glastrakt soll das bisherige Gebäude mit dem Altbau verbinden. Diesem Anbau steht derzeit ein Wohnhaus im Weg, das samt Garagen abgerissen wird. Als Ausgleich gegen Hochwasser muss die Psorisol zwei Rückhaltebecken (900 und 1100 Quadratmeter) schaffen.

„Ich bin froh über den Bauantrag und hoffe, dass das Vorhaben zügig vorangeht“, sagte Bürgermeister Robert Ilg. Zugleich wertet er die Pläne der Psorisol als deutlichen Ausdruck für die Auslastung der Hautklinik und als Zeichen für die Standorttreue.

Die beiden neuen Spielplätze am Krebsbach in den Pegnitzauen und im Baugebiet Hirtenbühl-West sollten an sich Sonnensegel bekommen. Allerdings reichen die bewilligten 5000 Euro nur für einen aus. Stadtbaumeister Lothar schlug vor, auf die Umsetzung dieser Schattenlösung zu verzichten. Zum einen führte er die hohen Kosten (Anschaffung und Unterhalt) der Segel an, zum anderen wies er auf die geringe Beschattung von etwa 30 Quadratmetern auf dem rund 500 Quadratmeter großen Wasserspielplatz am Krebsbach hin.

Norbert Thiel warb um Geduld. Durch schnell wachsende Bäume lässt sich innerhalb von zwei bis drei Jahren kostengünstig eine natürliche Beschattung erreichen. Derzeit wappnen sich Familien, die die neuen Freizeitmöglichkeiten besuchen, ohnehin mit Schirmen und Käppis gegen die Sonne. Ein Segel am Wasserspielplatz würde vermutlich auch Kritik hervorrufen, denn wer nass wird, möchte keinen Schatten. Guido Schmidt und Irmgard Raum schlossen sich dem an. An beiden Standorten wird jeweils ein Baum gepflanzt, fasste Robert Ilg zusammen.

In der Hersbrucker Steingasse neben dem City-Park widmet die Stadt zwei öffentliche Stellflächen in Anwohnerplätze um. Im Gebiet Hirtenbühl-West am Lärmschutzwall bewilligten die Ausschussmitglieder ein Wohnhaus mit Büros und Lagerräumen für einen Gebäudereinigungsbetrieb.

Die Kühnhofener Dorfstraße – nicht die Staatsstraße ins Sittenbachtal – ist verbraucht und es fehlt ein Gehsteig. Aus finanziellen Gründen geschieht die Neugestaltung in drei oder vier Abschnitten. Beginn ist heuer mit einem 47 Meter langen Teilstück. Die Maßnahme zieht sich vermutlich bis zum Jahr 2020 hin.

Stephan Krimm erkundigte sich nach dem Zustand des Kanals und der Wasserleitung, ob die Abschnittslösung das Ganze verteuert und ob die Anwohner Bescheid wissen. Robert Ilg sagte, dass nach dem Grundsatzbeschluss und genaueres zu den Kosten die Anlieger informiert werden. Die Sanierung auf einmal wäre billiger, was aber die Hersbrucker Finanzen nicht zulassen. Die Verwaltung lässt bei einem Vollausbau die unterirdischen Netze untersuchen, sagte Peter Goebel vom Tiefbau.

Demnächst stehen Kanalauswechslung in einem weiteren Teil der Blumenstraße und die restliche Asphaltierung der Houbirgstraße an. Holger Herrmann erkundigte sich nach dem Zelt, das die Firma Geru-Plast dauerhaft errichten möchte. Es schützt ein Lager zwischen zwei Gebäuden, antwortete Sabine Maul von der Bauverwaltung. Der Ellenbacher Waldorf-Kindergarten wird erweitert. Der zuständige Trägerverein möchte die Dachgeschoßlösung als Ausbau verwirklichen, sagte Robert Ilg auf Anfrage von Stephan Krimm.

Die Kindertagesstätte Sandgasse in der Hersbrucker Südstadt ist nach dem Umzug der Einrichtung in den Neubau an der Raiffeisenstraße Geschichte. Ein örtlicher Bauträger hat das ungenutzte Gelände gekauft. Der Bauausschuss erteilte das städtische Einvernehmen zur Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern mit jeweils acht Wohnungen in einer Größe zwischen 70 und 110 Quadratmetern auf dem Areal. Zudem werden 28 Carports plus zwei Stellplätze gebaut.

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