Gespräche mit Ministerium

Die Ampel am Henfenfelder Knoten bleibt

Staatsministerin Kerstin Schreyer mit MdL Norbert Dünkel (2. v. links) und den Gesprächsteilnehmern vor dem Stadthaus Hersbruck. | Foto: privat2020/07/redwebIMG-1178.jpg

NÜRNBERGER LAND – Auf Initiative des Hersbrucker Landtagsabgeordneten Norbert Dünkel soll der geplante Kreisverkehr am Henfenfelder Knoten nun doch nicht gebaut werden. Das war eines der Ergebnisse eines Gesprächs mit der Bayerischen Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr im Stadthaus Hersbruck.

Ministerin Kerstin Schreyer folgte der Einladung von Dünkel, Landrat Armin Kroder, den Bürgermeistern Robert Ilg (Hersbruck), Markus Gleißenberg (Henfenfeld) und Manfred Schmidt (Reichenschwand) sowie dem Vorsitzenden des IHK-Gremiums Hersbruck, Swen Heckel.

Bei seinen regelmäßigen Gesprächen im Staatlichen Bauamt Nürnberg über Verkehrsprojekte im Landkreis sei die B 14 immer ein Thema, so Dünkel in seiner Pressemitteilung. Sachstand bei der Behörde war es nach wie vor, die Ampelanlage durch einen Kreisverkehr zu ersetzen, solange vom Ministerium kein anderer Auftrag kommt. Der Henfenfelder Knoten war ein Unfallschwerpunkt. Die von der Fachbehörde empfohlene Ampelanlage wurde ehemals aber von nahezu allen Gemeinden abgelehnt und ein Kreisverkehr gefordert – weil man befürchtete, dass der Verkehrsfluss auf der B 14 zu stark beeinträchtigt wird.

Nur eine Zwischenlösung

Um der Verkehrssicherheit schnell gerecht zu werden, wurde eine Ampelanlage nur als Übergangslösung errichtet, die später durch einen Kreisverkehr ersetzt werden sollte, so das Ergebnis eines Abstimmungsgespräches mit dem damals zuständigen Staatsminister Joachim Herrmann.

Im Fachgespräch mit Ministerin Schreyer sei die Funktionalität der Ampelanlage zusammen mit dem Leiter des Staatlichen Bauamtes, Andreas Eisgruber, besprochen worden. Einhelliger Tenor aller Teilnehmer sei dabei gewesen, dass es sich hier wider Erwarten um eine „intelligente“ Ampel handelt und die damaligen Befürchtungen zum Verkehrsfluss nicht eingetreten sind.

Schreyer: „Es gibt keine Veranlassung für den Bau eines Kreisverkehrs – also auch kein Bau.“ Sie erteilte der Fachbehörde den Auftrag, unter Beibehaltung der Ampelanlage eine Lösung für den landwirtschaftlichen Verkehr und Radverkehr zu erarbeiten. Diese Belange könnten bei der Ampelanlage ebenso gut berücksichtigt werden.

Wichtig sei es Norbert Dünkel auch gewesen, die Ministerin als Fürsprecherin für den Ausbau der rechten Bahnstrecke und einer besseren Taktung auf der Strecke Nürnberg – Amberg – Regensburg zu gewinnen. Die Ertüchtigung der rechten Bahnstrecke hinsichtlich Qualität und Elektrifizierung hat für den Landkreis bekanntlich höchste Bedeutung.

Schreyer versicherte, die „Franken-Sachsen-Magistrale“ sei eine bedeutende Strecke im Schienennetz, für die sie sich weiterhin starkmache. Ebenso will sie der Bitte von Bürgermeister Robert Ilg nachkommen und die Stadt bei Bedarf bei den Grundstücksverhandlungen mit der DB am Bahnhof Hersbruck rechts unterstützen.

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