Gemeinderat

Sanierungen in Hartenstein stehen an

Durch das schon etwas ältere, bemooste Eternitdach des Bauhofs dringt Regenwasser ein. Im Hintergrund ist der Hirtenberg zu sehen. | Foto: S. Fuchs2020/12/redwebHartenstein-Bauhof-02.jpg

HARTENSTEIN – Ausführlich beschäftigte sich der Gemeinderat Hartenstein in seiner Sitzung mit einem Antrag zur Änderung des Bebauungsplans „Stockbühl“ im beschleunigten Verfahren. Zudem wurden Gutachten für die Sanierung des Bauhofdachs und weiterer Liegenschaften der Gemeinde in Auftrag gegeben.

Die Fraktion FWG/BG hatte einen Antrag auf Beratung und Beschlussfassung zur Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung der 2. Änderung zum Bebauungsplan „Stockbühl“ im beschleunigten Verfahren gestellt. Konkret ging es dabei um ein Bauprojekt in der Straße „Am Weinberg“, dessen Bauantrag bereits in der Oktobersitzung 2019 vom Gemeinderat genehmigt worden war. Allerdings wurde heuer im Sommer nach den ersten Arbeiten der Bau bei einer Kontrolle seitens des Landratsamtes eingestellt. Begründung: Das Vorhaben entspreche nicht dem bestehenden Bebauungsplan.

FWG-Fraktionssprecher Dominik Gentsch erläuterte den mehrseitigen Antrag seiner Fraktion. Bei der letztjährigen Genehmigung sei nicht aufgefallen, dass das Bauvorhaben nicht wie eingereicht im Freistellungsverfahren vollzogen werden könne. Deshalb möge der Gemeinderat die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung der zweiten Änderung/Tektur im beschleunigten Verfahren beschließen. Bürgermeister Hannes Loos hatte zu Beginn der Diskussion betont, dass man keinesfalls das Gebäude – ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohnungen und einem Büro – verhindern, sondern einen guten Weg für die Legalisierung finden wolle. Der in der Sitzung anwesende und mit den Planungen befasste Nürnberger Architekt Volker Hergenröder wird den Entwurf zur zweiten Änderung überarbeiten und dabei vorgebrachte Änderungen berücksichtigen. Anschließend soll die überarbeitete Tektur der betroffenen Öffentlichkeit sowie den tangierten Behörden zur Anhörung zugeleitet werden. Die erforderlichen Beschlüsse wurden mit Stimmenmehrheit der FWG/BG-Fraktion gefasst.

Letztes Grundstück

An der Straße „Zum Schießhaus“ ist ein Einfamilienhaus geplant. Da das Grundstück dafür im Außenbereich liegt, fordert das Landratsamt die Aufstellung einer Ergänzungssatzung für das am Ortsrand unterhalb der Burg liegende Areal. Zuvor aber müssten sich die Antragsteller auf den genauen Standort des Gebäudes auf der relativ großen Flur-Nummer einigen. Vom Amt kam die Anregung, das Ganze für zwei Bau-Parzellen zu erschließen. Einem weiteren Antrag auf Errichtung eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung „Am Weinberg“ wurde als „Freisteller“ auch vom Kreisbauamt zugestimmt, eines der letzten Baugrundstücke in diesem Bereich, so der Bürgermeister.

Zur Durchführung der Sanierung des Bauhofdachs soll ein Energieberater eingeschaltet werden, um zu klären, wie genau und in welchem Umfang die Dachfläche isoliert werden muss. In dem beheizten Gebäude mit Garagen sind neben dem Fuhrpark weitere Maschinen, Geräte und Material gelagert.

Bilder zeigen Mängel

Anhand einiger Bilder zeigte Bürgermeister Loos Schäden und Mängel an zwei gemeindlichen Gebäuden auf. An dem erst 2018 eingeweihten Gemeindezentrum zeigen sich Wasserflecken an der Fassade und im Rathaus gibt es Setzungsrisse an einigen Wänden. Wegen der noch bestehenden Gewährleistung soll ein Fachmann zur Begutachtung der Bausubstanz eingeschaltet werden.

Das „Curatorium Altern gestalten“ hatte einen mehrteiligen Antrag auf Unterstützung des „Digitalen Kompass“ Standort Hartenstein gestellt und neben einer jährlichen finanziellen Unterstützung die kostenfreie Nutzung des Kultursaales und die kostenlose Nutzung des Gemeindemobils jeweils für zehn Veranstaltungen im Jahr beantragt. Neben zweiter Bürgermeisterin Waltraut Treutlein wiesen auch mehrere Gemeinderäte darauf hin, dass man aufgrund der Gleichbehandlung aller Nutzer der gemeindlichen Einrichtungen keine Ausnahmen bei den Gebühren machen könne. Das Gremium einigte sich darauf, dass neben einer Jahresspende von 300 Euro das Curatorium jeweils zehn Euro für jede(n) an den Veranstaltungen teilnehmende(n) und aus der Gemeinde stammende(n) Senior(in) an Förderung erhalten soll, also den gleichen Satz wie für die Jugendarbeit.

Der Leitungsbau zwischen Grünreuth und Hartenstein zum Anschluss des Ortsteils an die Hartensteiner Kläranlage ist abgeschlossen. Von Seiten des Wasserwirtschaftsamtes erhält die Kommune eine Förderung von 317 000 Euro. Die letzte Probe der Trinkwasserquelle Stoffelmühle habe keine Verunreinigungen gezeigt, so dass die Chlorung entfallen könne, so die abschließenden Informationen von Bürgermeister Loos.

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