Alte Harnbachmühle bald Geschichte

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HARTENSTEIN — Der Gemeinderat Hartenstein hat dem Abriss sämtlicher Gebäude auf dem Gelände der Harnbachmühle in Enzendorf einhellig zugestimmt. Dem Antrag des gemeinnützigen Vereins Mühlenkraft e.V. , der auf dem Areal einen integrativen Ort der Bildung, Arbeit und Entwicklung für Menschen mit und ohne Behinderung errichten will (wir berichteten), wurde vom Gremium vorbehaltlich der Zustimmung durch das Landesamt für Denkmalpflege stattgegeben. „Ich gehe davon aus, dass der Verein das mit der Behörde abgestimmt hat“, sagte Bürgermeister Werner Wolter dazu. Als erstes Gebäude soll die baufällige Scheune, die direkt am Pegnitztalrad- und wanderweg angrenzt, der Abrissbirne zum Opfer fallen.

Unter dem Punkt Bauanträge wurde unter anderem noch die Errichtung einer privaten Wohnung im Erdgeschoss der ehemaligen Zollschule von den Ratsmitgliedern genehmigt. Keinerlei Einwände gab es zudem zur 15. Änderung des Regionalplans Industrieregion Mittelfranken, in der es um Windkraftstandorte im Landkreis geht. Die Gemeinde Hartenstein sei zwar davon nicht betroffen, will aber damit bekunden, dass Windstrom gut sei, hieß es.

Auch gegen die Erneuerung der Eisenbahnbrücke in Enzendorf durch die DB Netz AG gab es seitens des Gemeinderats keine Vorbehalte. Rund 120 000 Euro investiert die Kommune in die Erneuerung der Wasserversorgungsleitung im Bereich der Kreisstraße Rupprecht stegen – Raitenberg. Da der Landkreis zwischen Wallsdorf und Rupprechtstegen im Sommer den Straßendeckenbelag erneuern will, soll im Vorfeld dieser Maßnahme auch die alte Wasserleitung mit ausgetauscht werden. In den Kosten sei auch die Instandsetzung des Hirtenweges mit enthalten, so Bürgermeister Wolter. Die alte Leitung sei nicht mehr tragbar, mehrere Wasserrohrbrüche im Winter in diesem Bereich hätten zudem bereits Kosten von rund 10 000 Euro verursacht, so der Rathauschef.

Das Defizit für die Finanzierung der Schaffung von zehn Krippenplätzen im katholischen Kindergarten Hartenstein in Höhe von 6 000 Euro übernimmt die Gemeinde, lautete der einhellige Beschluss. „Das Angebot für unter Dreijährige wird gut angenommen“, meinte Wolter. Auch dem Antrag der kirchlichen Einrichtung, mit Bitte um Ausgleich des Defizits aus dem Kindergartenjahr 2008/09 über 6 101 Euro, wurde stattgegeben.

Zudem verabschiedete der Gemeinderat eine geänderte Hundehalteverordnung, wie von der Verwaltungsgemeinschaft empfohlen. Eine wesentliche Neuerung sieht darin vor, dass „alle Hunde von Kinderspielplätzen und deren näherer Umgebung fernzuhalten sind“. Die neue Satzung soll allen Hundehaltern zugeschickt werden. Auf Nachfrage aus dem Gremium gab Wolter zum Schluss der Sitzung einen kurzen Sachstandsbericht zu den Bauarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung: „Die Arbeiten sind im Zeitplan, es gab bisher keine größeren Probleme.“

N-Land Hersbrucker Zeitung
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