Feuer brach in Scheune aus

Meterhohe Flammen mitten in Happurg

Hohe Flammen schlugen am späten Dienstagabend aus einer Scheune in Happurg, von der am Ende nur eine Ruine übrig blieb. | Foto: Feuerwehr Hersbruck2020/02/steini-e1581518090208.jpg

HAPPURG – Am späten Dienstagabend brannte in der Kirchgasse in Happurg eine Scheune. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der umliegenden Feuerwehren kämpfte bis zum Morgen gegen die Flammen.

Die Feuerwehrleute konnten verhindern, dass das Feuer trotz enger Bebauung im Happurger Ortskern auf umliegende Gebäude übergriff. Die Giebelwand der Scheune stürzte dennoch ein und fiel auf einen davor abgestellten Wohnwagen. Durch den Einsturz wurden glücklicherweise keine Personen verletzt. Im weiteren Verlauf brannte die Scheune allerdings komplett aus. Das meldet die Kripo Schwabach.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden. Drei Feuerwehrleute erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Männer waren jedoch am Mittwochvormittag wieder wohlauf, so Kreisbrandrat Norbert Thiel.

Schaden auch am Nebengebäude

Zudem gelang es den Einsatzkräften, einen Hasen und eine Katze unbeschadet aus dem Haus zu retten. Durch die starke Hitzeentwicklung wurden auch zwei benachbarte Anwesen an der Fassade beschädigt. Den entstandenen Sachschaden kann die Polizei bislang noch nicht näher beziffern, nach ersten Schätzungen dürfte er im Bereich von mehreren zehntausend Euro liegen.
Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Kripo Schwabach ermittelt.

Für die Bewohner des Hauses ist das Feuer derweil der zweite wahr gewordene Albtraum binnen weniger Jahre: Vor etwa dreieinhalb Jahren, im September 2016, war auf demselben Grundstück der Dachstuhl des Wohnhauses ausgebrannt. Seitdem lebte die Familie in zwei Wohnwagen auf dem Grundstück. Die Scheune, die am Dienstag den Flammen zum Opfer fiel, wollte die Familie laut Thiel zu einem Wohnhaus umbauen.

140 Feuerwehrleute im Einsatz

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Happurg, Hersbruck, Kainsbach, Schupf, Förrenbach, Thalheim, Hohenstadt, Pommelsbrunn und Hartmannshof. Etwa 140 Freiwillige kämpften gegen den Brand.

21 Ehrenamtliche des Roten Kreuzes richteten während der Löscharbeiten in der Nacht im Rathaus eine Betreuungsstelle für die Einsatzkräfte ein. Die Familie, die sich selbst aus dem Haus retten konnte, fand bis auf Weiteres Unterschlupf im evangelischen Gemeindehaus. Anschließend soll sie jedoch in einer Wohnung der Gemeinde in Förrenbach untergebracht werden, so Bürgermeister Bernd Bogner auf Nachfrage der HZ.

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