Porträts im Rathaus

Galerie der Laufer Ehrenbürger

Altbürgermeister Rüdiger Pompl trägt sich „unter den Blicken“ der Laufer Ehrenbürger ins Goldene Buch der Stadt ein. Flankiert dabei von seiner Frau Petra, Adolf Pohl von den FW, amtierendem Bürgermeister Norbert Maschler, Georg Schweikert von der SPD und Doris Trini-Maschler (v.l.) | Foto: Fischer2019/09/galerie-ehrenburger-rathaus-lauf-1.jpg

Lauf. Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung der Stadt Lauf. Insgesamt acht Mal wurde dieser hohe Titel bisher verliehen. Der letzte und auch der einzig lebende Ehrenbürger ist Altbürgermeister Rüdiger Pompl. In einer neu gestalteten Bildergalerie im kleinen Foyer vor dem Sitzungssaal im Rathaus werden die Ehrenbürger nun besonders gewürdigt.

Der amtierende Bürgermeister Norbert Maschler – Benedikt Bisping weilte noch in Urlaub­ – stellte in einer kleinen Feierstunde und in kleiner Runde die neue Ehrenbürgergalerie der Öffentlichkeit vor. Zusammen mit Rüdiger Pompl enthüllte Maschler die acht Porträts an der Stelle, an der früher Infotafeln auf Termine in und um Lauf hinwiesen. Wo diese Informationen nun Platz finden, ist noch nicht entschieden.

Bei dem gleichen Termin wurde auch noch eine zweite kleine Bildergalerie präsentiert: Im neuen Wartebereich vor dem Bürgerbüro werden die Laufer Bürgermeister nach 1945 gezeigt. Dies waren bisher nur drei: Fritz Bankel, Konrad Schmidt und Rüdiger Pompl.

Gleichzeitig wurde die Gelegenheit genutzt, um Altbürgermeister Rüdiger Pompl zu einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt einzuladen. „Vivat, crescat, floreat“, schrieb Pompl ins Buch. „Möge die Stadt leben wachsen und gedeihen, das wünsche ich unserer wunderschönen und historisch gewachsenen Stadt“. Pompl wurde 2015, nach einer Verleihungspause von 40 Jahren, Ehrenbürger.

„Alle Bedeutung des Lebens liegt im Handeln für die Gemeinschaft“, zitierte 2. Bürgermeister Maschler den britischen Historiker Thoams Carlyle, bei der Vorstellung der Galerie. Und weil man dies in Lauf genauso sehe, würden Menschen, die sich in besonderem Maße engagieren, auch entsprechend gewürdigt. Die Ehrenbürgergalerie soll diesen besonderen Menschen nun wieder ein Gesicht geben.

Dabei hingen die älteren Abbildungen schon früher im Rathaus. Vor Jahren aber wurden sie abgehängt, restauriert und neu gerahmt. Weil die Bilder jetzt fertig zurück in der Stadtverwaltung waren, nutzte der amtierende Bürgermeister die Gelegenheit und präsentierte sie der Öffentlichkeit. Ein Beschluss in einem Ausschuss oder Stadtrat war dafür nicht nötig.

Maschler erinnerte auch an die verschiedenen Professionen der Ehrenbürger: „Ob Bürgermeister, Kaufmann oder Lehrer, Mediziner, Kunsthistoriker, Amtmann oder Fabrikdirektor, so verschieden ihre Wirkungsbereich auch waren, ist den Ehrenbürgern doch eines gemeinsam: Sie haben mit ihrer Arbeit und ihren Ideen das Gesicht unserer Stadt mitgeprägt und mehr als nur einen Fingerabdruck im Laufer Geschichtsbuch hinterlassen.“ Aus der großen Zahl der gesellschaftlich aktiven Menschen hebe sie ihre Energie und Ausdauer, sowie die Kompetenz, Kreativität und Überzeugungskraft hervor. Damit hätten sie sich für die Sache eingesetzt und dabei einen langen Atem bewiesen.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer