Weiter zur Klage bereit

Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer, Markus Ganserer (MdL, Die Grünen), Angelika Weikert (MdL, SPD), Hans J. Klug, Renate Müller, Wolfgang Kautz und Herbert Fahrnbauer (alle vom Sprecherkreis der BI) (von rechts) bei dem Treffen in Ansbach.2011/05/biansbach_New_1306243441.jpg

MOOSBACH – Die Bürgerinitiative Moosbach/Birnthon traf sich zum Gespräch mit dem Regierungspräsidenten von Mittelfranken, Dr. Thomas Bauer, und erörterte mit ihm die Pläne für die PWC-Anlage an der A6 zwischen Moosbach und Birnthon.

Das Gespräch hatte die Landtagsabgeordnete Angelika Weikert (SPD) vermittelt, die die mittlerweile seit einem Jahr bestehende BI damit wieder einmal tatkräftig unterstützte. Begleitet wurde die BI neben Angelika Weikert vom Landtagsabgeordneten Markus Ganserer (Die Grünen).

Neben dem Regierungspräsidenten zeigte auch Oberregierungsrat Friedo Wolf, der für das Planfeststellungsverfahren, den Erörterungstermin und damit letztendlich für die Genehmigung der PWC-Anlage zuständig ist, ein offenes Ohr für die Argumente der Projektgegner. Dabei erfuhr die BI, dass in Kürze die Ergebnisse aus der Bewertung der Summationswirkung, das heißt der negativen Auswirkungen des großflächigen Abholzens des Reichswaldes an vielen Stellen, vorliegen.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative wiesen darauf hin, dass das von der Autobahnbehörde angewendete Planungsraster, wonach alle 15 bis 20 Kilometer an der Autobahn eine PWC-Anlage für Lkw zu errichten ist, in anderen Bundesländern weitaus großzügiger gehandhabt wird. In diesem Zusammenhang wurde nochmals eingehend die Frage nach alternativen Standorten angesprochen, die aus der Sicht der BI weitaus geeigneter wären. Ihre anwesenden Mitglieder wiesen zudem erneut auf die Problematik des Grundwasser-, Trinkwasser- und Hochwasserschutzes sowie die Anforderungen aus Natura 2000 und Vogelschutz hin.

Nach Auskunft von Dr. Thomas Bauer und Friedo Wolf soll der Erörterungstermin für die geplante PWC-Anlage an der A6 zwischen Moosbach und Birnthon im Herbst 2011 stattfinden. Abschließend machte die BI nochmals deutlich, dass die von ihr erstellte Petition zur Einreichung bereitliegt, und auch die Bereitschaft zur Klage zusammen mit dem Bund Naturschutz nach wie vor vorhanden ist.

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