4,50 Euro für 3 Stunden

Sommer, Sonne, Preiserhöhung

Die Besucher haben lange auf eine Öffnung des Freibads gewartet. Ihre begrenzte Badezeit nutzen sie am Sprungturm voll aus. | Foto: Antonia Kourtides2021/06/Feucht-Freibad2.jpg

FEUCHT – Darum fällt der Freibadbesuch in Feucht in diesem Sommer teurer aus als in den Bädern der Umgebung.

Temperatur- und Inzidenzwerte nähern sich seit einigen Tagen immer weiter an und die Freibäder der Region sind Ende Mai verspätet in die Saison gestartet. Einem Sprung ins kühle Becken steht jetzt fast nichts mehr im Weg. Denn wegen Corona müssen Besucher im Voraus online einen Termin buchen. Dabei fällt auf: Das Feuchtasia in Feucht ist teurer als die anderen Freibäder der Region.

Dort kosten drei Stunden Badespaß 4,50 Euro, während der Eintrittspreis im Freibad Altdorf bei drei Euro liegt. Auch in den umliegenden Städten wie Nürnberg, Erlangen, Schwabach oder Lauf sind die Preise pro Stunde niedriger. Raimund Vollbrecht, Geschäftsführer der Feuchter Gemeindewerke merkt an: „Die Eintrittspreise wurden vor einigen Jahren vom Aufsichtsrat so beschlossen und haben sich auch während Corona nicht geändert.“

Größeres Bad, höherer Eintrittspreis

Bereits 2018 kostete die Eintrittskarte ins Feuchtasia für Erwachsene 4,50 Euro. Bürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates Jörg Kotzur, erklärt: „Unser Freibad ist größer und dementsprechend auch teurer als das in Altdorf.“ Vor Corona konnten Besucher für den gleichen Preis aber statt drei Stunden den ganzen Tag schwimmen, rutschen und entspannen. „Die Saison hat gerade erst begonnen. Wir machen uns natürlich weiter Gedanken und justieren falls nötig nach“, sagt Kotzur.

Das Buchen der Termine vor dem Freibadbesuch ist eine Vorgabe der bayerischen Staatsregierung. Ob diese drei, vier oder zehn Stunden lang sind, können die Freibäder selbst entscheiden. Viele Freibäder versuchen durch kleinere Zeitfenster die Zeit im Bad möglichst gerecht zu verteilen. Damit steigen aber auch die Preise. Das merken gerade Vielschwimmer, die sonst eine Saisonkarte kaufen würden. Diese bieten die Freibäder in Feucht und Altdorf aufgrund der vorgeschriebenen Terminbuchung dieses Jahr nicht an.

Weniger Badegäste, weniger Einnahmen, gleichbleibende laufende Kosten. Freibäder leiden wie andere Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen unter der Pandemie. „Aufgrund der Beschränkungen können wir diese Saison nur rund 20 Prozent der Badegäste begrüßen“, sagt Vollbrecht. Er hofft schon jetzt auf einen normalen Freibad-Sommer 2022. Die Badegäste aus Feucht hoffen das auch, dann können sie für 4,50 Euro im Feuchtasia wieder den ganzen Tag schwimmen.


Termine für das Feuchtasia können hier gebucht werden: https://tickets.feuchtasia.de

Antonia Kourtides

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