BN gibt Tipps zum Umgang mit Reptilien

„Schlangen sind streng geschützt“

Der Bund Naturschutz wirbt um Schutz und Wohlwollen der Bevölkerung, um die Kreuzotter-Population am Jägersee zu erhalten. | Foto: Fotolia2018/04/Feucht-Kreuzotter-Fotolia.jpg

FEUCHT – Auf der Facebook-Seite des Bote haben zahlreiche Nutzer den Beitrag über Kreuzottern am Jägersee kommentiert. Nicht wenige äußerten sich verängstigt, fürchteten um ihr Badevergnügen im Sommer. Deshalb gibt die Ortsgruppe des Bundes Naturschutz (BN) nun Ratschläge für den Umgang mit den Reptilien.

Laut BN leben im Bereich des Jägersees drei bedrohte Schlangenarten: Schlingnatter, Ringelnatter und Kreuzotter. Für Naturliebhaber ist das Gelände ein begehrtes Ausflugsziel. Das solle es auch mit den hier lebenden Schlangen bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung des BN. Die Begegnung mit einer Schlange dürfe in keinem Fall zu Panik oder Kurzschlussreaktionen führen.

„Alle Schlangenarten sind streng geschützt“, heißt es in der Mitteilung. Die ungiftige und harmlose Ringelnatter ist am häufigsten in Gewässernähe anzutreffen und schwimmt als einzige Art auch durch den See. Die ebenfalls ungiftige Schlingnatter lebt sehr heimlich und zurückgezogen oft abseits von Gewässern.

Seit 50 Jahren kein Todesfall

Die Kreuzotter sonnt sich hingegen gerne in Hanglagen unter Brombeerranken und zieht sich bei Beunruhigung zurück. Sie ist die einzige heimische Giftschlange. Kreuzottern setzen ihr Gift zum Töten von Beutetieren, wie Eidechsen, Fröschen und kleinen Nagetieren ein. Einen Todesfall eines Menschen hat es laut BN seit über 50 Jahren nicht mehr gegeben.

Wenn man auf den Wegen bleibt, die Hunde an der Leine hält und Schlangen nicht in die Enge treibt oder versucht sie zu fangen, sei das Risiko eines Bisses für Hund und Mensch sehr gering. Als Naturfreund sollte man sich am Anblick jeder Schlange erfreuen und in respektvollem Abstand von einigen Metern sein Freizeitvergnügen fortsetzen.

Durch die Zerschneidung ihres Lebensraums durch Straßen, Bahnstrecken und Wohngebiete sei die Kreuzotter in Bayern stark gefährdet. Es handelt sich hier um eine kleine Restpopulation, die unbedingt den Schutz und das Wohlwollen der Bürger zum Überleben brauche.

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