Tag der offenen Tür in den Räumen des Awo-Treffs

„Es kommt viel zurück“

Bürgermeister Konrad Rupprecht, 1. Vorsitzende Elfriede Wild, 2. Vorsitzende Inge Jabs und Landrat Armin Kroder beim Tag der offenen Tür. Fotos Spandler2014/09/awomitlandrat_New_1411311001.jpg

FEUCHT – Zwar ist sie schon seit zwei Jahren bezogen, aber irgendwie ist man nicht so recht dazu gekommen, sie der Bevölkerung vorzustellen: Die „neue“ Begegnungsstätte der Feuchter Awo in der Unteren Kellerstraße. Nun hat man das Feuchter Familienfest als Anlass genommen, die hellen, freundlichen Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit aufzusperren, denn die Familien, die an diesem Tag in der Marktgemeinde unterwegs waren, lägen der Awo ja auch ganz besonders am Herzen, versicherte Elfriede Wild, die erste Vorsitzende.

Richtig herausgeputzt haben die Ehrenamtlichen ihr Domizil für diesen Nachmittag. Da gab es jede Menge Flyer und Informationen über die verschiedenen Interessensgruppen, von den Seniorenangeboten über Handarbeiten und Zeichnen, sportliche Aktivitäten, die Selbsthilfegruppe „Brustkrebs“, die Singlegruppe Jedermann oder die Reiseabteilung. Als spezielle Attraktion konnte die wirklich große Tombola mit Sachspenden und Gutscheinen von vielen Feuchter Firmen und Unternehmen gelten. An die Kinder war ebenso gedacht wie an hungrige und durstige Besucher, für klassische und unterhaltende Live-Musik am Klavier sorgte Bernhard Honigmann.

Frau Wild freute sich über die vielen Ehrengäste und Kollegen und begrüßte Landrat Armin Kroder, Bürgermeister Konrad Rupprecht, die stellvertretende Awo-Kreisvorsitzende Angelika Schopper aus Röthenbach, den designierten Nachfolger des verhinderten Kreisvorsitzenden Reinhard Löhner, Thomas Meier, sowie etliche Ortsvereinsvorsitzende benachbarter Kommunen.

Sie blickte kurz auf die Gründe für den Umzug zurück, der letztendlich für die Awo-Engagierten den Vorteil der neuen und moderneren Räume gebracht hätte. Auch das gute Verhältnis zum Awo-Kreisverband, dem Besitzer der Begegnungsstätte, und zur Gemeinde war in ihrer Ansprache ein Thema. Sowohl Mitgliederstruktur als auch Angebot des Sozialverbands hätten sich in der jüngsten Vergangenheit verändert, stellte sie fest und wünschte sich, dass die Begegnungsstätte noch besser angenommen werde.

Diesen Ausführungen schloss sich Angelika Schopper an, die ebenfalls betonte, dass der Treff für alle, unabhängig vom Alter, da sei. Sie erwähnte einen weiteren wichtigen Aspekt: Man dürfe sich die Arbeit nicht als aufopfernd vorstellen: „Es kommt viel zurück“, versicherte sie stattdessen.

Einvernehmlicher Umzug

Bürgermeister Konrad Rupprecht dankte vor allem dafür, dass der Umzug so einvernehmlich geklappt habe, denn Grund für die Verlegung war, dass man mehr Platz für die Ausweitung der Norma brauche. Umso mehr hoffe er, dass es hier endlich zu einer Lösung kommen werde. Auch freute er sich darüber, dass die Bedenken, der etwas abgelegenere Standort würde nicht gut angenommen, überflüssig waren.

Landrat Armin Kroder stellte fest, dass das Nürnberger Land nur dann seinen Anspruch realisieren könne, ein sozialer Landkreis zu sein, wenn es starke Sozialverbände hätte. Die Awo sei ein solcher, betonte er in seinem Grußwort.

Zum Dank an alle, die nicht nur den Umzug bewerkstelligt haben, sondern sich auch das ganze Jahr über engagieren, überreichte er ein Kuvert, für „so am nötigsten“.

Als Überraschungsgast erschien der Awo-Vorsitzende von Schwaig, Fritz Körber, der erst in der Nacht zuvor von einer seiner zahlreichen Reisen in die Ukraine zurückgekehrt war. Schon seit vielen Jahren organisiert er Hilfstransporte in Nürnbergs Partnerstadt Charkiw, wo derzeit die Not ganz besonders groß ist, wie er spontan den Gästen berichtete. Neben anderen Gütern durfte er 6000 Euro von Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly dort übergeben, was für die Stadt, die mit einem enormen Flüchtlingsstrom und einer fatalen Geldentwertung konfrontiert ist, große Unterstützung bedeutet.

Zum Abschluss gab es eine Präsentation der Awo-Arbeit in Feucht, und die einzelnen Interessensgruppen berichteten über ihre Aktivitäten und Ziele.

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