Umstrittener Autobahnparkplatz an der A 6 bei Moosbach soll nun doch gebaut werden

Erneuter Widerstand gegen PWC-Anlage

Als Innenminister Joachim Herrmann im August 2011 den Autobahnparkplatz Ludergraben an der A 3 eröffnete, protestierte die Bürgerinitiative Moosbach-Birnthon gegen den geplanten Bau eines vergleichbar großen Parkplatzes an der A 6 bei Moosbach. Eckhard Schulz von der Feuchter BN-Ortsgruppe (am Pult links neben Herrmann) wies den Minister damals darauf hin, dass der Wald bei Moosbach Bannwald und das gesamte Areal Vogelschutzgebiet ist. Archivfoto: Rüsing2016/03/Protest-pwc.jpg

MOOSBACH – Über Jahre war es ruhig geworden in Sachen Park- und WC-Anlage an der A 6 im Wald bei Moosbach. Für viele völlig überraschend soll das Planfeststellungsverfahren zum Neubau der PWC-Anlage Moosbach – Birnthon („Mauswinkel“) wieder aufgenommen werden. Jetzt macht die Bürgerinitiative Moosbach-Birnthon der Bund Naturschutz und der Bürgerverein Nürnberg Südost erneut gegen das Vorhaben mobil.

Am 29. Januar  wurde die Gemeindeverwaltung Feucht von der Autobahndirektion Nordbayern über den aktuellen Stand informiert. Am 5. Februar erhielten der Sprecherkreis der Bürgerinitiative Moosbach-Birnthon und des Bürgervereins Nürnberg Südost diese  Informationen.  Im Verlaufe dieses Termins  wurde rasch klar, dass die Wiederaufnahme des umstrittenen Bauprojektes unverändert auf dem ursprünglichen Planungsstand erfolgen soll.

Die Einwendungen und die konkreten Vorschläge der Bürgerinitiative und des Bundes Naturschutz Bayern zu geeigneteren Standorten außerhalb des Schutzgebietes Lorenzer Reichswald hätten keinerlei Berücksichtigung gefunden, so Eckhard Schulz, einer der Sprecher der Moosbach-Birnthoner Bürgerinitiative. Diese Einwendungen und konkreten Vorschläge zu Alternativstandorten wurden im Februar 2011 in einem umfangreichen Schreiben der Regierung von Mittelfranken und der Autobahndi-rektion Nordbayern übermittelt.

Festhalten am Bau

Das Festhalten am Bau einer weiteren PWC – Anlage im Lorenzer Reichswald sei  umso unverständlicher, als maßgebliche politische Vertreter in der Vergangenheit sich klar geäußert hätten, dass auch Ihres Erachtens der vorgesehene Ort aus vielerlei Hinsicht denkbar ungeeignet sei, so Schulz weiter.  In zahlreichen Gesprächen mit Behörden und Vertretern aus der Politik  erreichte die BI Moosbach-Birnthon, dass das geplante Bauvorhaben offiziell „ganz nach hinten“ geschoben wurde. Auch der Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, zunächst ein Verfechter des Projekts, um den Stadtteil Nürnberg-Langwasser von parkenden Lkw zu befreien, hat anlässlich des Reichswaldfestes 2012 erklärt, dass auch er an dem geplanten Standort Moosbach – Birnthon nicht mehr festhält.

Nachdem die BI Moosbach-Birnthon das Bauvorhaben weiterhin nachdrücklich ablehnt, hat sie nun Gespräche mit einem Anwalt, dem Bund Naturschutz und politischen Vertretern geführt. Weitere Gespräche mit Politikern und der Regierung von Mittelfranken sind in Vorbereitung.

Für die BI ist die Unterstützung ihrer Arbeit durch die Bürger von Feucht, Moosbach und Birnthon enorm wichtig, deshalb bittet sie die Feuchter Bürger, möglichst zahlreich zur Informationsveranstaltung der Autobahndirektion am 7. April  um 19 Uhr in die Bürgerhalle Moosbach zu kommen.

N-Land Der Bote
Der Bote