Kunigundenwiese

Es bleibt beim Parkplatz

Vertreter der Bunten Liste, die für den Laufer Stadtrat kandidieren wollen, nutzten die Abstimmung in der Sitzung für eine spontane Aktion und demonstrierten vor dem Rathaus gegen einen Dauerparkplatz an der Kunigundengasse. | Foto: Fischer2020/01/protest-rathaus-krankenhaus-parkplatz.jpg

LAUF — Nach dem Bauausschuss hat am Donnerstagabend auch der Laufer Stadtrat dafür gestimmt, aus dem provisorischen Krankenhausparkplatz an der Kunigundengasse eine Dauereinrichtung zu machen.

30 Jahre soll der Parkplatz mit 114 Stellflächen an die Krankenhaus-GmbH vermietet werden. Besuchern wie Beschäftigten stehen dann nach Fertigstellung der neuen Parkharfe direkt am Krankenhaus noch in diesem Jahr rund 350 kostenlose Parkplätze zur Verfügung.

Eine Lösung, so die Befürworter, die sowohl den Krankenhausstandort sichern als auch Verkehrsprobleme lösen und vor allem die umliegenden Wohnstraßen vom Parkdruck entlasten soll. Schließlich sei die Stadt mitverantwortlich dafür, eine gute Infra­struktur für eine Einrichtung wie ein Krankenhaus zur Verfügung zu stellen.


Votum mit 18 zu 6 Stimmen

Die Entscheidung im Rat fiel mit 18 gegen 6 Stimmen. Dabei betonten die Befürworter erneut, dass der Parkplatz unterhalb des Berges keine schöne oder ideale, in der Abwägung von Vor- und Nachteilen aber die sinnvollste und beste Lösung sei. Und ja, in der Vergangenheit seien Fehler bei der Suche nach Parkflächen gemacht worden. Doch gar nichts zu tun und den provisorischen Parkplatz zu schließen, nur um das Versprechen einzuhalten, dass die Stellfläche vorübergehend angelegt sei, würde die Lage rund ums Krankenhaus massiv verschlechtern. Als Option scheide diese Idee aus, war sich die Mehrheit einig.

Anders sahen dies die sechs Gegner der jetzt beschlossenen Lösung aus den Fraktionen von CSU, SPD und von der FDP, die für ihre Ablehnung Beifall von den vollen Zuschauerrängen bekamen. Die Stadträte Georg Schweikert und Karl-Heinz Herrmann wiederholten ihre Position, dass sich doch über Jahrzehnte alle Stadträte einig waren, niemals Hand an die Kunigundenwiesen zu legen. Sie befürchten unter anderem, dass nun die Tür für weitere Eingriffe in die Natur zwischen Heldenwiese und Kunigundenberg geöffnet sei.

Stadtrat Günther Felßner (CSU) erinnerte daran, dass vor Jahren doch noch jeder gegen eine Dauerlösung gestimmt habe. In der Zwischenzeit sei es vor allem von der Rathausspitze versäumt worden, so sein Vorwurf an die Adresse von Bürgermeister Benedikt Bisping, zukunftsfähige Alternativen zu erarbeiten.

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