Coronavirus-Infektionen

Der positive Trend hat sich verlangsamt

Die rote Kurve zeigt nach unten, doch sie wird flacher: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen pro Monatsdrittel fiel am Jahresbeginn steil ab. Der Trend hielt den Januar über an, verlangsamte sich aber zum Monatsende hin. Allerdings wurden zuletzt wieder weniger Todesfälle gemeldet (blaue Kurve). | Foto: Sichelstiel/Daten: Robert-Koch-Institut, NPGEO, Landratsamt Nürnberger Land2021/02/Bildschirmfoto-2021-02-03-um-12.46.56.png

NÜRNBERGER LAND — Der Höhepunkt der zweiten Pandemiewelle im Nürnberger Land war zum Jahreswechsel überschritten. Es gab seither deutlich weniger Neuinfektionen. Seit Mitte Januar sinken die Zahlen jedoch spürbar langsamer.

Der Abwärtstrend bei den laborbestätigten Corona-Neuinfektionen im Nürnberger Land hat sich verlangsamt. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die in der vergangenen Woche bereits unter die Marke von 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohnern gefallen war, liegt heute nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 69,1 und damit den fünften Tag in Folge über 60. Das Landratsamt meldete am Dienstagnachmittag 19 weitere Infektionen, die Zahl der aktiven Fälle betrug 278.

Ursachen für diese Verlangsamung sind nur schwer auszumachen, eine Rolle könnte allerdings der Corona-Ausbruch im Laufer Krankenhaus spielen. Dort wurden – Stand Montag – sechs Patienten und einige Mitarbeiter positiv getestet. Die Gesamtzahl der Infektionen in der Klinik ist bisher nicht bekannt.

Bei der im Dezember stark in die Höhe geschnellten Zahl der Verstorbenen scheint der Scheitel der zweiten Welle inzwischen überschritten zu sein. Im letzten Januar­drittel meldete das Landratsamt zehn Tote, im ersten Drittel des Monats waren es noch 25. Es bleibt auch dabei: Der Dezember war mit 56 Fällen der bisher „tödlichste“ Monat der Pandemie. Im Januar verzeichnete die Behörde weitere 49 Todesfälle.

Bisher knapp 2,6 Prozent infiziert

Knapp 2,6 Prozent der rund 170.000 Landkreisbürger hatten inzwischen nachgewiesenermaßen eine Infektion. Zur Höhe der Dunkelziffer lassen sich keine Angaben machen. Die sogenannte Case-Fatality-Rate, also der Prozentsatz der bekannten Infizierten, der seit Pandemiebeginn am oder mit dem Virus gestorben ist, beträgt 3,3 Prozent. Das ist ein Wert, der im Vergleich mit den anderen Landkreisen in Deutschland im oberen Drittel angesiedelt ist. Er erklärt sich aber wohl aus der relativ hohen Rate an Älteren, die eine Infektion durchmachen mussten – Ende 2020 gab es eine ganze Reihe an Ausbrüchen in Altersheimen.


Dass das Risiko stark altersabhängig ist, zeigen die Zahlen ebenfalls. Bei den über 80-Jährigen liegt die Letalitätsrate im Nürnberger Land bisher bei über 22 Prozent, in der Gruppe der 35- bis 59-Jährigen dagegen bei gerade einmal 0,18 Prozent.

Das Robert-Koch-Institut weiß von nur 81 nachgewiesenen Infektionen seit Frühjahr 2020 in der Altersgruppe von null bis vier Jahren. Allerdings werden kleinere Kinder auch seltener getestet als Ältere.

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