KERSBACH – Claudia Mönius hat ihre Lesereise zu ihrem neuen Buch „Im Grunde Gott“ in der Bücherei Kersbach vor vierzig interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern gestartet. Mönius geht es um den persönlichen Glauben und spirituelle Tiefe.
Ihr Buch hat sie in drei Abschnitte unterteilt. Im ersten Teil widmet sie sich den religiösen Ritualen. Sie hinterfragt das Gebet und bringt Beispiele von modernen „Übersetzungen“ wie das „Sonnengebet“, in dem ein indischer Jesuit Yogaübungen und geistige Impulse zusammensetzt. Ebenso intensiv setzte sie sich mit der „Herz-Jesu“-Verehrung auseinander.
Die Essenz hinter den Festen
Im zweiten Abschnitt geht es um die christlichen Feste im Jahreskreis. Hier fragt Mönius nach der Essenz, dem Wesentlichen, das hinter den einzelnen Festen steckt, und entdeckt dabei viel Sinnliches und Schönes.
Erntedank kann man auch geistig interpretieren: Was ist dieses Jahr in meinem Leben passiert, für das ich dankbar bin? Als weiteres Beispiel erzählte sie von Allerheiligen am Wiener Zentralfriedhof und lud dazu ein, innezuhalten für die Menschen, die uns etwas bedeutet haben.
Kern hinter den Ritualen
Im dritten Teil stehen die Feste, die wir im Laufe des Lebens feiern, im Mittelpunkt. Taufe und Firmung werden auch durch sehr weltliche Feiern ersetzt. Mönius sucht auch hier den Kern, der hinter diesen kirchlichen Ritualen steckt, und gibt Impulse für eine zeitgemäße Interpretation.
In ihrem Nachwort bezieht sich Mönius auf den Benediktinermönch David Steindl-Rast und widmet sich Jesus als Friedensstifter. Nach der Buchvorstellung gab es noch einen Austausch in großer Runde.
