Jugendbeteiligungsprojekt

Was wünscht sich Burgthanns Jugend?

Die Gemeinde Burgthann hat einen Graffiti-Workshop mit Kindern und Jugendlichen veranstaltet.
Die Gemeinde Burgthann hat einen Graffiti-Workshop mit Kindern und Jugendlichen veranstaltet. | Foto: Elke Leser/Gemeinde Burgthann2026/10/q40-f486x281-1024x499-1.webp

BURGTHANN – Ein Mountainbikepark, eine Eisdiele am Johannisplatz oder eine legale Graffitiwand: Die Jugendlichen in Burgthann haben viele Ideen, wie ihre Gemeinde noch attraktiver werden könnte.

Beim Jugendbeteiligungsprojekt „Dein Burgthann. Deine Ideen. Dein Graffiti.“ Mitte Oktober, konnten sie ihre Wünsche und Vorstellungen direkt einbringen. Über 40 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren folgten der Einladung ins Vereinsheim des TSV Burgthann. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) statt.

Begrüßt wurden die Jugendlichen von Burgthanns Bürgermeister Rainer Bock und dem ISEK-Team mit Katja Eichinger, Louisa Gress und Lena Kalmbach. Auch der Jugendbeauftragte Tobias Eckert und seine Stellvertreterin Anna Bauer sowie die Gemeinderatsmitglieder Alexander Sauber und Karin Gätschenberger-Bahler begleiteten die Veranstaltung und zeigten großes Interesse an den Ideen der jungen Generation.

Ein besonderer Höhepunkt war der Graffiti-Workshop mit dem Graffiti- und Streetartkünstler Matthias Votteler, genannt „Matze“. Nach einer Einführung in die Graffititechnik und einer Sicherheitsunterweisung durften die Jugendlichen selbst zur Spraydose greifen. Ausgestattet mit Schutzmasken verwandelten sie große Planen in farbenfrohe Kunstwerke. Diese sind derzeit am Skatepark zu sehen und könnten beim nächsten Skateparkfest als Dekoration zum Einsatz kommen.

Auch im Vereinsheim war Kreativität gefragt. An verschiedenen Stationen entwickelten die Jugendlichen ihre Vorstellungen von einem noch lebenswerteren Burgthann. Mit Legosteinen entstanden fantasievolle Modelle, darunter eine Mountainbikestrecke, ein Riesentrampolin und ein Eiscafé am Johannisplatz. Auch neue Treffpunkte, Bademöglichkeiten am Kanal und eine Verschönerung des Kirchplatzes mit Blumen gehörten zu den Vorschlägen.

Besonders deutlich wurde der Wunsch nach Orten, an denen sich Jugendliche ungezwungen treffen können. Bänke, überdachte Sitzplätze und Treffpunkte ohne feste Betreuung standen dabei weit oben auf der Wunschliste. Auch zusätzliche Sportangebote waren ein großes Thema.

Neben einem Mountainbikepark und ausgewiesenen Strecken im Wald wünschten sich die Jugendlichen unter anderem eine Calisthenics-Anlage, Trampoline, Minigolf und die Erneuerung bestehender Sportplätze. Weitere Vorschläge betrafen eine Badestelle am Kanal, einen Dorfweiher, ein Freibad und öffentliche Brunnen. Ebenso wurden bessere Busverbindungen, zusätzliche gastronomische Angebote und Maßnahmen zum Hitzeschutz angeregt.

Dabei blieb es nicht bei allgemeinen Wünschen. Auf einem großen Luftbild der Gemeinde markierten die Jugendlichen konkrete Orte, an denen sie Veränderungen für sinnvoll halten. Besonders Flächen, die derzeit wenig genutzt werden oder aus ihrer Sicht unattraktiv sind, rückten in den Mittelpunkt. An einer weiteren Station konnten die Teilnehmenden mit Klebepunkten darüber abstimmen, welche Vorschläge ihnen besonders wichtig waren.

Nach rund drei Stunden voller Kreativität und angeregter Diskussionen wurden die gesammelten Ideen noch einmal zusammengetragen. Die Ergebnisse werden nun ausgewertet und fließen in den weiteren ISEK-Prozess ein. Eine ausführliche Zusammenstellung der Vorschläge soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

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