Memmels Lebenswerk zu sehen

Willi Memmel und Alexander Hommel, 1. Vorsitzender des Arbeitskreises Feuchter Gewerbe und Hauptorganisator des Zeidlermarktes, zeigen das Plakat von der Erstaufführung des Films. Am 13. Mai wird „Feucht . . . und der südliche Reichswald 1519 – 1995“ in der Reichswaldhalle gezeigt. Im Hintergrund läuft Memmels Lebenswerk bereits zur Probe. Foto: Rüsing2012/04/zeidlermarktmemmelfilm_New_1335359102.jpg

FEUCHT – Die Leidenschaft für sein Werk aus dem Jahr 1995 ist Willi Memmel noch heute anzumerken: „Feucht . . . und der südliche Reichswald 1519 – 1995“ heißt die Filmdokumentation, die am Sonntag, 13. Mai, im Rahmen des Zeidlermarktes in der Reichswaldhalle zu sehen sein wird.

In dem Film geht es um die Geschichte seit 1519 und die Gegenwart der Marktgemeinde Feucht und des sie umgebenden Reichswaldgebietes. Zu sehen sind verschiedene Stationen aus der Historie, das Zeidlerwesen und die Entwicklung der Gemeinde bis zur modernen Industrieansiedlung mit S-Bahn-Anschluss. Memmel verewigte das Hermann-Oberth-Raumfahrtmuseum und das Zeidel-Museum, die beide bundesweit bedeutend sind, stellte örtliche Vereine, Firmen und die umgebende Landschaft dar.

Dokumentaraufnahmen mit seltenen historischen Bildern werden durch Spielszenen ergänzt. Darin wirkten Mitglieder des Vereins Zeidel-Museum, des Wallensteinfestspielvereins, der Burgthanner Burgwächter und der historischen Tanzgruppe aus Spalt mit – alle in traditionellen Kostümen.

Mut bewies Regisseur Memmel bei Luftaufnahmen, die er aus einem Hubschrauber heraus drehte. Nur mit einem Autogurt gesichert filmte er Feucht von oben, während er mit einer Körperhälfte schon fast im Freien hing.

Sechs Jahre lang arbeitete der heute 75-Jährige an der Dokumentation, die er als sein Lebenswerk bezeichnet. Von der Idee über die umfangreichen vorbereitenden Recherchen, das Drehbuch und die Regie bis zur letztendlichen Fertigstellung kümmerte sich Memmel fast um alles. 1800 Filmmeter drehte er und nutzte dazu fast jede freie Minute, die er neben seiner Berufstätigkeit hatte.

Für dieses Engagement schlugen ihn der Leiter des Nürnberger Stadtarchivs, Dr. Michael Diefenbacher, und Bürgermeister Konrad Rupprecht für den Förderpreis des Bezirks Mittelfranken vor.

107 Minuten lang ist der Film. Die Erstaufführung fand im Dezember 1996 im evangelischen Gemeindehaus in Feucht statt.

Eine einstündige Kurzfassung wurde mehrfach im Franken Fernsehen gesendet und stieß auf große Zuschauerresonanz. In der Reichswaldhalle, die am 13. Mai für 250 Besucher bestuhlt ist, wird um 17 Uhr die Langfassung gezeigt. Außerdem sind in zwei Vitrinen Dokumente rund um den Film und die Historie Feuchts zu sehen.

Memmels Werk ist nicht der einzige Film beim Zeidlermarkt. Um 13, 14 und 15 Uhr ist in der Reichswaldhalle ein 18-minütiger Streifen aus dem Jahr 1950 über das Zeidler-Festspiel zu sehen, das in Feucht aufgeführt wurde. Der Eintritt zu allen Vorführungen ist frei.

Über das gesamte, umfangreiche Programm des Zeidlermarktes am 13. Mai von 12.45 bis 18.30 Uhr werden wir noch berichten.

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