Lyrik mit Jazz in der Burgthanner Burg

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BURGTHANN – Am Samstag, 17. Januar, um 20.30 Uhr ist im großen Keller der Burg Burgthann Jazz in Verbindung mit Lyrik zu erleben. Zu Texten von Ingo Cesaro, dem Schriftsteller und Lyriker aus Kronach, gestalten der Gitarrist Alfred Hertrich und der Kontrabassist Wilfried Lichtenberg jazzige Klang-Impressionen. Als Gitarrist hat sich Alfred Hertrich einen guten Ruf erspielt. In seiner mehr als 40-jährigen Praxis hat er seine Spielweise technisch perfektioniert, ohne allerdings seine Grundkonzeption aufzugeben. Sie ist geprägt von einer freien Spielweise, wie sie in den 60er Jahren von Musikern wie Ornette Coleman, Paul Bley oder Jimmy Giuffre entwickelt wurde. Auch Gitarristen wie Jim Hall oder Attila Zoller haben seinen Stil geformt. In dieser Musik gibt es keine Trennung von Melodieinstrument und Begleitung, jedes Instrument ist gleichberechtigt, man geht aufeinander ein, verwendet Zitate und trifft sich bei eingängigen Phrasen oder Themen. Dabei beschränkt sich Hertrich auf den Naturklang seiner Gitarre. Effekte oder triviale Licks hat er nicht nötig. Sein Spiel ist immer geschmackvoll und aussagekräftig und geht unter die Haut. Technisch brillant und musikalisch mit allen Wassern gewaschen, intoniert er eine gelungene Mischung aus bekannten Standards und eigenen Ideen. Die Themen werden von Gitarre und Bass in interessantem Wechselspiel aufgegriffen und abgewandelt, ab und zu schwelgt der Musiker in gefälligen Harmonien, die wenig später in freien Improvisationen zerpflückt werden. Bassist Wilfried Lichtenberg ist ein langjähriger Gefährte Hertrichs. Er entlockt seinem Instrument sonore Klangfolgen, wobei auch eine solide Bogentechnik zum Tragen kommt.

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