Ausbildungskonzept

100 Schwimmlehrer für behinderte Kinder

Jungen Menschen mit Behinderung will Alexander Gallitz die Angst vor dem Wasser nehmen. | Foto: Adobe Stock2019/06/NL-Gallitz-Schwimmlehrer-Adobe-Stock.jpg

NÜRNBERGER LAND – Der ehemalige Profischwimmer und Schwimmlehrer Alexander Gallitz ist Gründer der Stiftung „Deutschland schwimmt“. Die Stiftung hatte im September 2018 den mit 5000 Euro dotierten Inklusionspreis des Bezirks Mittelfranken erhalten. In der Zwischenzeit hat die Stiftung den Inklusionspreis umgesetzt und ein Ausbildungskonzept auf die Beine gestellt. 100 Schwimmlehrer möchte Gallitz ausbilden.

Gallitz, der auch Präsident des Deutschen Schwimmlehrerverbands (DSLV) ist, wünscht sich Kurse, in denen junge Menschen mit Behinderung schwimmen lernen. Sie sollen gerne ins Wasser gehen und sich selbst einschätzen können. Dazu braucht es Schwimmlehrer mit besonderen Qualifikationen. Diese können Schwimmlehrer jetzt durch eine Zusatzausbildung erwerben.

Drei noch studierende Sozialpädagogen haben während ihres Masterstudiums das Ausbildungskonzept erarbeitet. Anna Bergmann, Stefanie Scharf und Dominik Petri erhielten für ihre Masterarbeit die Note 1,3.

Konzept für ganz Deutschland

Hinter der Ausbildung steht der DSLV. Er zertifiziert die Ausbildung zum „Zertifizierten Schwimmlehrer für Menschen mit Behinderung“. Die Ausbildung umfasst 32 Stunden an zwei Wochenenden und beinhaltet drei Module. Im November startet die erste Ausbildungswelle mit 24 Schwimmlehrern im Hallenbad in Berg (Oberpfalz). Laut Gallitz ist das erst der Anfang: „Dieses Konzept soll sich deutschlandweit verbreiten.“

N-Land Tanja Hofbauer
Tanja Hofbauer