Im Haushalt

Bund Naturschutz gibt Tipps zum Wasser sparen

Symbolbild | Foto: Marta/stock.adobe.com2022/07/AdobeStock_366111265-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Der Vorsitzende der Bund Naturschutz Kreisgruppe Nürnberger Land, Herbert Barthel, erklärt, auf was es bei Hitze und Trockenheit ankommt.

Durch den Klimawandel und vermehrte Trockenperioden hat man auch in Bayern zunehmend mit Wasserknappheit zu kämpfen. „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie im Haushalt weniger Wasser verbrauchen können. Dass Duschen deutlich wassersparender ist und mindestens drei Mal weniger Wasser verbraucht als Baden, dürfte bekannt sein. Und die Start-Stopp-Taste an der Klospülung ist mittlerweile ja zum Glück Standard“, sagt Herbert Barthel, Vorsitzender der Bund Naturschutz Kreisgruppe Nürnberger Land.

„Beim Einseifen während des Händewaschens fließen meist etwa 15 bis 20 Liter ungenutzt. Drehen Sie das Wasser beim Händewaschen öfters ab, bei gleicher Hygiene kann so der Wasserverbrauch beim Händewaschen um bis zu 70 Prozent reduziert werden.“

Regenwasser nutzen

Unser Regenwasser wird allerdings immer noch viel zu wenig genutzt. Für Gartenbesitzer sollte die Regentonne obligatorisch sein, um das Niederschlagswasser zumindest für die Pflanzenbewässerung zu nutzen.

Barthel erklärt: „Mit Pflanzen bewachsener Boden kann viel mehr Wasser bei Regen aufnehmen als versiegelte, unbewachsene Flächen. Vermeiden Sie auch andere Tätigkeiten, die viel Wasser brauchen wie Autowaschen, Rasenbewässerung oder Pool-Befüllungen. Bitte beachten Sie auch die Empfehlungen Ihrer Gemeinde zur reduzierten Wassernutzung an heißen Sommertagen.“

Wasser in vielen Bereichen

Der mit Abstand größte Teil des Wasserverbrauchs entfällt allerdings nicht auf den Haushalt und den Garten, sondern auf Lebensmittel und Konsumgüter. „Oft ist uns gar nicht klar, in welchen Lebensbereichen überall Wasser für unsere Bedürfnisse verbraucht wird. So kann man Wasserverbrauch unter anderem senken, wenn wir Mehrweg- statt Einwegverpackungen verwendet. Eine Glas-Mehrwegflasche benötigt bei der Herstellung zum Beispiel 70 Prozent weniger Wasser als ein Milchkarton“, erklärt Barthel.

Wer den sparsamen Umgang mit Wasser in der Landwirtschaft fördern will, sollte möglichst Lebensmittel aus regionaler und ökologischer Produktion kaufen. Auch Strom sparen hilft, den Wasserverbrauch zu senken. Ein großer Teil des Wassers in Deutschland wird nämlich zum Kühlen in Wärmekraftwerken genutzt.

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