Bildung

Auszeichnung: Eine Wiese in Hersbruck ist ein Lernort

Die inklusive Streuobstwiese der Rummelsberger Diakonie ist nun Netzwerkpartnerin im Qualitätsnetzwerk BNE Bayern. Darüber freuen sich: Ralph Eichenseher (Leitung Fachbereich Autismus), Projektleitung Alina Stampfl, Projektmitarbeiterin Heike Reinhold und Sonja Kreil vom Bayerischen Umweltministerium (von rechts).
Die inklusive Streuobstwiese der Rummelsberger Diakonie ist nun Netzwerkpartnerin im Qualitätsnetzwerk BNE Bayern. Darüber freuen sich: Ralph Eichenseher (Leitung Fachbereich Autismus), Projektleitung Alina Stampfl, Projektmitarbeiterin Heike Reinhold und Sonja Kreil vom Bayerischen Umweltministerium (von rechts). | Foto: bay. Staatsministerium2026/02/Bei_der_feierlichen_Begruessung_der_inklusiven_Streu_Druck.jpg

HERSBRUCK – Die inklusive Streuobstwiese der Rummelsberger Diakonie ist als eine von neun neuen Partnerinnen in das Qualitätsnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung Bayern aufgenommen worden. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Netzwerks in Nürnberg. Seit zwei Jahrzehnten steht das Qualitätsnetzwerk für Zusammenarbeit auf Augenhöhe, kontinuierliche Qualitätsentwicklung und Bildungsarbeit mit gesellschaftlicher Wirkung, wie die Rummelsberger Diakonie mitteilt.

Was vor rund 20 Jahren mit dem Ziel begann, gute Umweltbildung sichtbar zu machen und Qualitätsstandards gemeinsam zu definieren, hat sich zu einem landesweiten Zusammenschluss engagierter Akteure entwickelt, die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern aktiv gestalten. Das Netzwerk wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. Mit der Aufnahme würdigt das Qualitätsnetzwerk einen Lernort, der ökologische Bildung und gelebte Inklusion konsequent miteinander verbinde.

Auf der Wiese begegnen sich Menschen mit und ohne Behinderung, um gemeinsam ökologische Zusammenhänge zu entdecken, aktiv zu sein und nachhaltiges Handeln praktisch zu erproben. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und fühlen uns in dem Weg bestärkt, Bildung für nachhaltige Entwicklung in unserer Arbeit noch stärker zu fokussieren“, sagt Ralph Eichenseher, Leitung des Fachbereichs Autismus der Rummelsberger Diakonie, nach der Urkundenverleihung.

Inklusive Streuobstwiese steht für Bildungsarbeit

Die offizielle Laudatio betonte insbesondere die gemeinsame Haltung der neuen Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartner: Nicht ein einheitlicher Ansatz verbinde sie, sondern der Wunsch, Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Breite zu tragen – praxisnah, partizipativ und zukunftsorientiert. Die inklusive Streuobstwiese stehe dabei exemplarisch für eine Bildungsarbeit, die über theoretische Vermittlung hinausgehe und Teilhabe konkret erlebbar mache.

Passend zur Auszeichnung ist das neue Mitmachangebot der inklusiven Streuobstwiese für den Zeitraum Februar bis Juli erschienen. Thematische Schwerpunkte sind etwa nachhaltig kochen und genießen, Lebensräume schaffen und Artenvielfalt fördern sowie kreative Naturwerkstätten – mit Filzangeboten in Kooperation mit der Volkshochschule sowie mit künstlerischen Impulsen externer Fachkräfte. Außerdem im Angebot: Achtsamkeitstrainings sowie eine Jamsession für Jugendliche und Erwachsene.

Weitere Informationen gibt es unter www.rummelsberger-diakonie.de/wiese

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