Erinnerung an Ausnahmeathleten

Aus dem Sportplatz wird der Martin-Lauer-Sportpark

Der Sportplatz am Gymnasium trägt nun den Namen von Martin Lauer. Der Laufer Sportler ist im Herbst 2019 gestorben. | Foto: PZ-Archiv2020/11/284.jpg

NÜRNBERGER LAND – Einstimmig hat der Kreistagsausschuss für Bildung, Sport und Kultur den Antrag der Freien-Wähler-Fraktion gutgeheißen, das Außensportgelände des Laufer Christoph-Jacob-Treu-Gymnasiums in Martin-Lauer-Sportpark umzubenennen.

Mit der von ihm angestoßenen Idee soll eine „ganz besonders herausragende Person“ gewürdigt werden, sagte Laufs Bürgermeister Thomas Lang. Der im Herbst 2019 verstorbene Lauer schrieb Sportgeschichte, als er als Schlussläufer der deutschen 4×100-Meter-Staffel bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom zur Goldmedaille sprintete.

Zwei Weltrekorde in einer Stunde

Ein Jahr zuvor hatte der gebürtige Kölner in Zürich binnen einer Stunde die Weltrekorde über 110 Meter Hürden (13,2 Sekunden) und 200 Meter Hürden (22,5 Sekunden) aufgestellt – obwohl er am selben Vormittag noch im Hörsaal der Universität München saß.

Die Bestzeit über die 110 Meter Hürden hielt er viele Jahre und gilt so manchem noch heute als schnellste aller Zeiten, weil sie auf einer tiefen Aschenbahn und nicht auf einer später üblichen, deutlich höheren und schnelleren Tartanbahn erzielt wurde.

Vorsitzender des LG Pegnitzgrund

In den Siebzigern kam Lauer mit seiner Familie nach Lauf, wo er 1977 Vorsitzender der LG Lauf Pegnitzgrund wurde und sich mit seinem großen Sachverstand beispielhaft einbrachte und immer als Vorbild fungierte. Landrat Armin Kroder sagte, er habe ihn bei „leider nur“ zwei Gelegenheiten als „außerordentlich freundlichen und extrem bescheidenen Menschen“ erlebt.

Eckart Paetzold (Grüne), selbst langjähriger Leichtathlet, ergänzte, Lauer sei eine „Legende“ und ein „Aushängeschild“. Lauers Familie sei von dem Vorschlag, die Sportanlage nach ihm zu benennen, „gerührt“, so Lang.

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