Baldige Rückkehr in die Schule?

Schnell zurück ins Klassenzimmer

Werden Altdorfer Grundschüler schneller wieder aus dem Homeschooling in die Klassenzimmer zurückkehren als andere und braucht‘s dann überhaupt noch Masken, wenn das Hygiene-Konzept aufgeht? | Foto: stock.adobe.com/Oksana Kuzmina2021/01/NL-Maskenpflicht-Unterricht-Adobe-1-scaled.jpeg

ALTDORF – Rathaus und Grundschule Altdorf sehen sich optimal gerüstet für eine baldige Rückkehr in den Präsenz-Unterricht. Wenn es die zuständigen Behörden denn erlauben.

Kaum ein Lockdown-Bereich wird seit der Verkündigung der strikteren Maßnahmen zu Beginn dieser Woche so heiß diskutiert wie der der Schulen. In Altdorf sind Bürgermeister Martin Tabor und Rektorin Carola Stöhr, die Elternbeiratsvorsitzende und weitere Elternvertreter der Meinung, in der Schule an der Hagenhausener Straße habe man das effektivste Hygieneschutz-Konzept, das nur möglich ist. Und folglich sieht man auch die Möglichkeit, hier schneller zum Präsenz-Unterricht zurückzukehren, als an anderen Bildungsreinrichtungen.

Die Grundschulleitung und der Bürgermeister haben einen Brief an das Kultusministerium und das Gesundheitsamt in Lauf verfasst, in dem man das praktikable Konzept darlegt, dem der Einsatz von hochwertigen mobilen Raumluftfiltern zugrunde liegt.

Zweite Förderrunde

Auch das Kultusministerium hat sich noch Ende Dezember dazu durchgerungen, die Instrumente für Klassenräume nun auch grundsätzlich mit einem Förderhöchstbetrag von 1750 Euro pro Raum zu bezuschussen.

In Altdorf haben mittlerweile der Stadtrat, weitere private Spender, auch aus der Elternschaft, sowie der Förderverein sich finanziell engagiert, so dass nun alle 20 Klassenräume der Grundschule mit solchen Luftreinigern ausgestattet sind. Hinzukommen noch von einem regionalen Unternehmen maßangefertigte Plexiglastrennwände zwischen den Sitzplätzen, die bewährten CO2-Ampeln und die Möglichkeit des Querlüftens, die auch nicht in jedem Schulzimmer vorhanden ist.

„Derzeit absolut geboten“

Damit aber kein Missverständnis entsteht, versichern die Absender gleichzeitig, dass man sich bewusst sei, dass die Schulschließungen derzeit „aufgrund der aktuellen Lage absolut geboten scheinen“. Dennoch bleibt Stöhr optimistisch. „Es geht ja um eine Planung für die Zukunft“, argumentiert sie. Schließlich gebe es jetzt schon einzelne Gemeinden mit Inzidenzwerten unter 100, so dass es möglich werden könnte, die Bremsen in verschiedenen Kommunen bald wieder etwas zu lockern. Dann will man in Altdorf aufgrund des hervorragenden Vorsorge-Konzepts, „selbstverständlich nur in Rücksprache mit allen Behörden“, (Stöhr) früher als andere wieder mit dem Präsenz- oder wenigstens dem Wechselunterricht beginnen.
Im Rathaus und der Schule stellt man sich eine Art „Pilotversuch“ vor. Insbesondere die Viertklässler bräuchten angesichts des bevorstehenden Übertritts an weiterführende Schulen Präsenzunterricht.

„Vorbildliches Hygiene-Konzept“

Bürgermeister Tabor gibt zu bedenken, dass man in den ministeriellen Vorgaben doch berücksichtigen müsse, dass nicht alle Schulen gleich gut gegen das Virus gerüstet sind. Schließlich mache es ja einen Unterschied, ob man ein so vorbildliches Hygiene-Konzept wie in Altdorf umgesetzt habe oder eben nur das Nötigste mit Lüften und Masken. Daher sollten sich die Behörden nun auch dazu äußern, was dieser nahezu optimale Schutz für die Schule bedeute.

Antworten erwünscht

„Braucht man dann im Unterricht auch weiterhin die Masken? Muss noch immer in der bisherigen Intensität gelüftet werden?“ Antworten auf diese und weitere Fragen wünscht man sich nun in Altdorf von den zuständigen Stellen

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