Schüler hörten Geschichten von der professionellen Erzählerin Catherine Bouin

Französische Märchenstunde im Leibniz

Im Halbkreis sitzen die Schüler in der Bibliothek um die Märchenerzählerin Bouin und hören ihr gebannt zu. Foto: Klüpfel2014/07/franzoesische_Maerchenstunde.jpg

ALTDORF – Während die anderen Schüler im Unterricht sitzen mussten, konnten die Französisch-Klassen des Leibniz-Gymnasiums kurz vor Ende des Schuljahres etwas ganz Besonderes erleben: Die professionelle, französische Märchenerzählerin Catherine Bouin kam in die Schule und begeisterte Schüler von der siebten bis zur elften Klasse mit ihren Geschichten. Organisiert wurde alles von der Fachbetreuerin für Französisch des Gymnasiums, Lisa Petz.

In der zweiten Schulstunde hatten die Klassen 7c und 7d das Vergnügen. Nachdem alle in der Bibliothek eingetroffen waren und einen gemütlichen Platz zum Zuhören gefunden hatten, stellte sich Bouin kurz vor und erzählte den Kindern, dass sie aus Nizza stammt. Sie verlor dabei kein einziges deutsches Wort, trotzdem hatten die Schüler keine Probleme, sie zu verstehen.

Danach fing die Erzählerin mit der ersten Geschichte an, in der es um einen Krug ging, der alles verdoppelte, was man in ihn hineintat.

Mit Hilfe eines weißen Posters, auf dem sie den Krug („la cruche“) aufmalte, und durch die einfache Wortwahl verstanden die Schüler das zentrale Thema und konnten der Erzählung gut folgen.

Durch ihre ausdrucksstarke Mimik und Gestik versuchte Catherine Bouin, Bilder in den Köpfen der Schüler hervorzurufen, was ihr sichtlich gelang. Interessiert verfolgten die Kinder das Märchen und lachten an witzigen Stellen. Sie saßen im Halbkreis um die Erzählerin und Bouin wendete sich mal zu der einen, mal zu der anderen Seite. So bezog sie alle mit ein. Ihr Wissen über Zahlen konnten die Schüler unter Beweis stellen, als die Französin ihnen leichte Rechenaufgaben stellte, die mit der Geschichte zusammenhingen.

Nach Ende des Märchens klatschen die beiden Klassen, Catherine Bouin erkundigte sich kurz mit einem „Ça va?“, wie es ihnen ging – natürlich gut – und fuhr dann mit der zweiten Erzählung fort.

Erdkunde zum Einstieg

Zum Einstieg fragte sie die Schüler, welche Städte im Süden Frankreichs sie außer Nizza kannten. Da im Französischunterricht auch Länderkunde vorkommt, war das kein Problem für die Siebtklässler und sie konnten einige Städte nennen. Zur Verdeutlichung malte Bouin eine Karte Frankreichs auf ein neues, weißes Poster und zeichnete dort alle genannten Städte ein.

Danach ging die zweite Geschichte los, die von einem glücklichen Mann handelte. Dieser lebte mit drei Frauen zusammen, die alle alltäglichen Aufgaben für ihn übernahmen.

Auch auf dieses lebendig erzählte Märchen folgte Applaus. Danach stellte Catherine Bouin den Schülern noch Rätsel, natürlich immer noch auf Französisch. Das war eine gelungene Abrundung zum Schluss, bei der die Siebtklässler gefordert wurden und Spaß hatten.

Nachdem alle Rätsel erfolgreich gelöst wurden, verabschiedete die Erzählerin sich und wünschte allen noch einen schönen Tag. Es gab ein „Au revoir“ von den Schülern, gefolgt von anerkennendem Beifall.

Diese Abwechslung vom normalen Unterricht war für die Schüler sicherlich eine Bereicherung, denn Catherine Bouin gab ihnen die Möglichkeit, traditionelle Geschichten von einer französischen Muttersprachlerin zu hören.

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