Von August bis Ende 2015 sollen die Arbeiten dauern

Sanierung der Rannaleitung macht B14 zur Einbahnstraße

Im vergangenen Jahr wurde in Lauf an der Ecke Friedensplatz/Saarstraße schon ein Ventil der Rannaleitung ausgetauscht. Hier entsteht auch ab Sommer 2015 wieder ein Baugrube, von der aus das neue Kunststoffrohr in die 100 Jahre alten Gußrohr der Nürnberger Wasserleitung eingezogen wird. Archivfotos: Fischer2015/03/95560_bdtrannaleitungbaustellenendelauf_New_1427217364.jpg

LAUF — Von August bis zum Jahresende wird mitten in Lauf die Nürnberger Hauptwasserleitung, die sogenannte Rannaleitung, von Grund auf saniert. Weil diese Leitung direkt unter der alten B14, der Ortsdurchfahrt, verläuft, wird diese während der Bauzeit im Bereich zwischen der Abweigung Simonshofer Straße und der Hirtenbrücke (Rudolfshofer Straße) nur in Richtung Hersbruck befahrbar sein. Der Verkehr Richtung Nürnberg wird über die Urlasstraße (am Rathaus vorbei) geleitet.

Dabei, so betonen die Verantwortlichen bei der Stadt Lauf, bleiben alle Zu- und Ausfahrtsmöglichkeiten in und aus den Seitenstraßen, ob zum Marktplatz, in die Bahnhofstraße oder zum Parkplatz Nürnberger Straße, erhalten. Allerdings eben nur immer in Fahrtrichtung Hersbruck.

Ursprünglich sollten die ersten Vorbereitungsarbeiten schon in den Osterferien stattfinden. Dies wurde kurzfristig allerdings auf Mitte Juli verschoben. Um die Anwohnern, bzw. alle Laufer Bürger über Details der Baumaßnahme und der Straßensperrungen zu informieren, lädt der Nürnberger Wasserversorger am Montag, 13. April, zu einer Infoveranstaltung. Sie findet an diesem Tag um 18 Uhr im Hotel Zur Post (Lehner) statt. Dort erläutern Vertreter der N-ergie und eines Ingenieurbüros die Maßnahmen und das Verkehrskonzept und stellen sich den Fragen der Bürger.

Mit einer Investition von 1,7 Mio. Euro saniert die N-ergie die Rohrleitung in Lauf auf einer Länge von insgesamt 725 Metern in der Hersbrucker Straße, entlang der Saarstraße und in der Nürnberger Straße bis zur Hirtenbrücke. Die mächtigen und über 100 Jahre alten Wasserrohre mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern liegen in Lauf zwischen 3,5 und sieben Metern unter der Erde.

Vor allem um die Verkehrsbeeinträchtigungen auf das notwendige Minimum zu beschränken, wird die alte Leitung nicht komplett aufgegraben und neu verlegt. Erstmals wird ein Verfahren angewendet, bei dem sich die Aufgrabungen auf fünf Stellen des Sanierungsabschnitts reduzieren lassen. Von diesen mächtigen Baugruben aus wird dann die neue, bis zu 200 Meter lange Kunststoff-Rohrleitung, in das bestehende Gussrohr eingezogen. In Abstimmung mit der Stadt Lauf befinden sich die Baugruben in der Hersbrucker Straße, der Saarstraße, am Friedensplatz und in der Nürnberger Straße. Zwei weitere kleinere Baugruben werden zusätzlich für die Errichtung der Lüftung und Entleerung in der Hersbrucker Straße/Ecke Simonshofer Straße sowie am Friedensplatz/Ecke Glockengießerstraße benötigt.

Die Nachricht von den Bauarbeiten und den Verkehrsbehinderungen hat schon in Vorfeld für viel Aufregung in Lauf gesorgt. Vor allem die Einzelhändler in der Stadtmitte befürchten Geschäftseinbußen, weil ihre Läden oder Parkplätze nicht mehr so gut erreichbar seien.

Wolfgang Brübach, Verkehrsreferent der Stadt, legt deshalb Wert auf die Feststellung, dass alle Seitenstraßen von der B14 aus auch während der Bauzeit erreichbar bleiben. Allerdings eben nur in Richtung Hersbruck.

Das heißt beispielsweise für die Turnstraße zum Parkplatz Nürnberger Straße, für den Plärrer oder für die Falknerstraße zum Markplatz, dass sie nur von Westen, also von der Nürnberger Seite aus, angefahren werden können. Umgekehrt ist die Ausfahrt auch immer nur Richtung Osten möglich. Das bedeutet dann aber natürlich für alle Autofahrer, die beispielsweise aus Richtung Hersbruck kommen eine Schleife, einen Umweg, über die Urlasstraße.

Für den reinen innerstädtischen Verkehr bietet sich aber natürlich auch immer der Weg durch die Raiffeisenstraße an.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer