Schulbandfestival der Mittelschulen

Töne statt Bücher

Am Ende des Schubandfestivals sangen alle Schüler ein gemeinsames Abschlusslied. | Foto: R. Wacker2019/05/gemeinsames.jpg

HERSBRUCK – Musik zu machen fördert verschiedene psychische Kompetenzen und erhöht auch das körperliche Wohlbefinden – auch deshalb gibt es in allen Mittelschulen des Nürnberger Landes Schulbands. Die hatten erneut zu einem großen gemeinsamen Konzert in die Hersbrucker Geru-Halle eingeladen.

Die Mittelschüler aus Röthenbach, Feucht, Altdorf, der Montessori-Schule aus Lauf sowie der Grete-Schickedanz-Mittelschule zeig-ten in ihrem zweistündigen Konzert, dass sie neben Algebra und Grammatik noch mehr draufhaben.

Hersbrucks Konrektor Stefan Schütz lobte besonders die Stadt Hersbruck, die es ermöglicht hatte, die geräumige Geru-Halle für dieses Konzert nutzen zu dürfen. Weiter dankte er der Raiffeisenbank Hersbruck, die die musikalische Veranstaltung sponserte. Organisationsleiter Manfred Schmiedkunz von der gastgebenden Hersbrucker Mittelschule moderierte das musikalische Stelldichein. Unterstützt wurde er von Florian Ballbach, Marko Petkovic und vielen weiteren Helfern sowie den Achtklässlern mit einem leckeren Catering.

Temperamentvoller Start

Die Schüler aus Feucht starteten unter der Leitung von Lisa Müller temperamentvoll mit dem Strand-Ohrwurm „Copacabana“ und dem Evergreen „Sweet Home Alabama“.

Schmiedkunz kündigte als nächstes die Altdorfer Mittelschule mit Peter Klenk als eine Formation an, die mit Posaune und Querflöte eigentlich ungewöhnliche Instrumente im Gebrauch hat. Mit dem bekannten Green Day Hit „Boulevard of broken dreams“ und der energisch gesungenen Robbie Williams Hymne „Legendary“ verblüfften sie ihre Zuhörer.
Verrufen und einprägsam

Verrufen und einprägsam

Nicola Wientezek führte ihre Montessori-Schule zum Auftritt. Auch hier harmonierten Schüler aus unterschiedlichen Klassen auf der Bühne. Die Röthenbacher wagten sich mit Stefan Wölfel an das verrufene Moulin Rouge Stück „Lady Marmalade“ und das einprägsame „Irgendwas das bleibt“ von Silbermond, immer begleitet von ihrer Schülerband, die abhängig von den Songs in unterschiedlicher Zusammensetzung spielte.

Als Überraschung präsentierten sie ein Duo mit dem Hersbrucker Mittelschüler Niklas Kellermann und Sarah Sellnau, die vergangenes Jahr noch in Hersbruck die Schulbank gedrückt hatte. Mit „Say something“ – einem Liebeslied von Christina Aguilera – erzeugten sie Gänsehautfeeling beim Publikum.

Sportfreunde und Survivor

Aber auch die Hersbrucker Mittelschule brauchte sich mit ihren musikalischen Sprösslingen nicht zu verstecken. Text- und taktsicher meisterten sie die Ballade „What`s up“, den Sportfreunde Stiller Hit „Ich war noch niemals in New York“ oder „Eye of the tiger“.

War ja fast Ehrensache, dass der Schulprotestsong schlechthin – „Another brick in the wall“ von Pink Floyd, der das harte britische Schulsystem der Privatschulen in der frühen Nachkriegszeit thematisiert – noch auf dem Programm stand. Weil das Publikum aus feuerschutztechnischen Gründen keine Feuerzeuge zünden durfte, wurden eben die Handys mit Lampe hochgehalten.

Als fulminantes Endstück, das auch die Zugabe war, kamen alle Mitwirkenden gemeinsam auf die Bühne und setzen mit „Knockin‘ on heaven’s door“ ein Ausrufezeichen, das schon Appetit auf die Festival-Fortsetzung im nächsten Jahr machte.


N-Land Roland Wacker
Roland Wacker