Gitarrenfestival Hersbruck

Stipendiaten zeigen bei Matinée ihr Können

Julia Trintschuk aus Deutschland präsentierte Johann Kaspar Mertz. | Foto: S. Pflaumer2019/08/SU15893.jpeg

HERSBRUCK – Wahrhaftig international besetzt war die Stipendiaten-Matinée des Gitarrenfestivals auf der Hersbrucker Thermen-Terrasse: Junge begabte Solisten aus sieben Ländern stellten sich zahlreichen Hörern vor und beeindruckten durch Können, Engagement und Profil.

Deutschland, Österreich, Italien, Kroatien, aber auch Chile, Mexiko und sogar der Iran waren vertreten. Und die musikalische Messlatte lag hoch: Anspruchsvolle Kompositionen bestimmten das Programm.

Einmal querbeet

Die Österreicher Tim Klein und Jakob Buchegger präsentierten einen gepflegten Johann Sebastian Bach, Julia Trintschuk aus Deutschland hatte eine virtuose „Caprice“ von Johann Kaspar Mertz im Gepäck. Golem Frane aus Kroatien interpretierte das op. 44 von Napoleon Coste, die Iranerin Ailin Arjmand die „Suite Castellana“ von Torroba.

Auf zwei poetische „Cancións“ von M. L. Avido, gespielt von Gabriel Onate Camus aus Chile, folgte dreimal Deutschland: Tanja Gebhard hatte eine Domenico Scarlatti-Sonate im Gepäck, Daniel Kunze einen Satz von Manuel Ponce, Lisa Schmidt das „Gran Duo“ von Fernando Sor. Die Mexikanerin Carolina Ramirez Hendal stellte „Estudio sin luz“ von Andrés Segovia vor, Lorenz Polifke die „Mazurka Apasionada“ von Agustín Barrios.

Nicolo di Salvo aus Italien hatte die „Rückkehr nach Bagdad“ von C. Domeniconi gewählt. Für das „Dessert“ am Ende dieses künstlerischen Menüs war Yuri Yaque aus Italien mit einer Eigenkomposition zuständig: Mit „Psycho Baze“ ersetzte er eine ganze Band einschließlich Schlagzeug.

Während die Hersbrucker Segelflieger über der Therme ihre Kreise zogen und eine musikalisch interessierte Bachstelze die klingende „Konkurrenz“ äußerst spannend fand, stieg mehr und mehr die Begeisterung beim Publikum.

Glücklich waren auch Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg und der künstlerische Leiter Johannes Kreusch, die zu Beginn sehr deutlich und dankbar auf die finanzielle Unterstützung des Fördervereins und der Bürgerstiftung, beide vertreten durch Altbürgermeister Wolfgang Plattmeier, hingewiesen hatten. Etwas, worauf Hersbruck stolz sein darf.

Impressionen der Workshops
N-Land Susanne Pflaumer
Susanne Pflaumer