Neuerungen im Volksstück

Proben für Wallenstein in voller Montur

Die beiden Spielgruppen der zwei Theaterstücke teilten sich den Originalschauplatz fair untereinander auf. | Foto: Privat2022/06/a469499260i0003_max1024x.jpeg

ALTDORF – Der Wichernhaushof in Altdorf war allwöchentlich Schauplatz für die Proben der diesjährigen Wallenstein-Festspiele. Hinter den Darstellern liegt viel Arbeit. Am 25. und 26. Juni stehen die Premieren des Volks- und des Schiller-Stücks an.

Die beiden Spielgruppen der zwei Theaterstücke teilten sich den Originalschauplatz fair untereinander auf. Freitagabend und samstags von 15 Uhr bis sonntags um 14 Uhr war Schiller-Zeit. Samstags bis 14 Uhr und sonntags ab 15 Uhr gehörte der Hof dem Volksstück-Ensemble.

Die meisten Darsteller standen fünf bis sechs Wochen vor der Premiere in Zivil auf der Probenbühne. Sie trugen lediglich Versatzstücke, die für das Spiel wichtig sind, etwa Waffen, Hüte, lange Röcke und alles, was auf der Bühne an- beziehungsweise ausgezogen werden muss.

Proben mit Neuerungen

Die Studenten im Volksstück „Wallenstein in Altdorf“ allerdings vermittelten dem Betrachter das Gefühl, die Premiere sei bereits jetzt, denn die meisten von ihnen probten in voller Montur – ein alter Schauspieler-Trick, denn im Kostüm fällt es leichter, in seine Rolle zu schlüpfen.

In dieser Saison bekamen die Studenten einige Neuerungen mit auf den Weg. Beginnend mit dem Einzug in den Universitätshof, den Regisseur Oliver Karbus neu choreographiert hat, singen sie ein neues altes Lied, das sie mit dem Musiker Wolfgang Völkl einstudiert haben. Durchaus innovativ ist aber, dass die meisten von ihnen nun zu Pazifisten wurden. Wenn Wallenstein am Ende des dritten Aktes in das kaiserliche Heer eintreten will und seine Kommilitonen auffordert, mit ihm zu kommen, bleiben von den ehedem Kriegswilligen etwa zwei Drittel als Kriegsdienstverweigerer an der Uni zurück.

Mehr Infos zu den Wallenstein-Festspielen und den Theaterstücken gibt es hier: https://wallensteinfestspiele.de/

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