Brauereigelände statt Burg

Kunsthandwerkermarkt lockte viele Gäste nach Neuhaus

Eine Ausstellerin demonstrierte hier, wie die fast in Vergessenheit geratene Herstellung des Kultgebäcks mit modernen Modeln gelingt. | Foto: K. Möller2019/09/KHWM.jpg

NEUHAUS – Auch der 12. Neuhauser Kunsthandwerkermarkt am Sonntag erwies sich wegen seines besonderen Flairs wieder einmal als ein echter Besuchermagnet.

Rund 60 Aussteller, eine bunte Mischung aus alten und auch neuen Künstlern und Handwerkern, präsentierten ihre Kunst und ihre Waren. Die neugierigen Gäste mussten fast über das gesamte Brauereigelände bummeln, um alle Stände des lebendigen Marktplatzes besuchen zu können. Und für viele Besucher gehörte zu diesem Rundgang am Nachmittag auch ein Blick in die Braustätte im Rahmen einer Brauereiführung.

Im Trend: Bienenhotels

Im Angebot waren vor allem kreative Arbeiten aus den verschiedensten Materialien wie Glas, Keramik, Ton, Papier, Metall oder Textil. Eine besondere Neuheit waren in diesem Jahr kunstvoll gefertigte Handtaschen aus Holz. Der Gartenfreund konnte sich über die neuesten Dekorationsstücke für seinen Garten informieren. Dem allgemeinen Trend entsprechend gehörten auch aufwendig gestaltete Bienenhotels dazu.

Verschiedene Künstler ließen sich bei der Gestaltung ihrer Kunstwerke von Schmuckliebhabern über die Schulter schauen. Für den Feinschmecker waren Honig, Wurstwaren, Liköre und Sekte aus Obst oder heimischen Beeren im Angebot, von deren Qualität man sich vor Kauf überzeugen konnte.

Auch die Marktgemeinde Neuhaus hatte einen Stand aufgebaut. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein informierte mit Prospekten über den Ort und die FrankenPfalz. Georg Lang unterstützte diese Aktion mit einer Ausstellung seiner historischen Postkarten mit alten Ansichten von Neuhaus und seiner Umgebung im Schalander der Brauerei.

Glitzernd am Pony

Das Rahmenprogramm bot für die Kleinen Kinderschminken und Glitzertattoos, für die Größeren Ponyreiten. Der Marktbiergarten lud die Gäste bei Unterhaltungsmusik durch Klaus Hauenstein mit seinem Akkordeon zu fränkischen Spezialitäten vom Foodhänger, erfrischenden Getränken sowie Kaffee und Kuchen ein.

Am Ende des Markttages freute sich Brigitte Anzer vom Organisationsteam über den regen Besuch ihres Marktes. Großes Gedränge habe auf der recht weitläufigen Marktfläche den ganzen Tag nicht geherrscht, stellte sie fest. Allerdings gab es während der Öffnungszeit ein ständiges Kommen und Gehen.

Zufrieden über den Markt hätten sich nicht nur die zahlreichen Gäste, sondern trotz der auf dem nebenliegenden Bahnhofsgelände ratternden Monster-Gleisbaumaschine auch die Aussteller gezeigt. Den 13. Kunsthandwerkermarkt wird es 2020 deshalb mit großer Sicherheit geben.

N-Land Klaus Möller
Klaus Möller