Kommentar zum Laufer Musikfestival „Badebeats“

Einmal feiern ist nicht zu viel

Von 14 bis 24 Uhr tanzten die Gäste der Badebeats unter den Bäumen im Laufer Freibad und genossen die Stimmung. | Foto: Andrea Beck2019/08/Badebeats-2019-Beck-047.jpg

LAUF — In ganz Lauf und bis nach Schnaittach und Nuschelberg war am vergangenen Samstag der stete Bass des Musikfestivals „Badebeats“ im Laufer Freibad zu hören. Viele Anwohner äußerten in den sozialen Medien Kritik an dieser „Zumutung“. Die Veranstalter werden ihren Mut behalten und das Festival im kommenden Jahr erneut organisieren. Zum Glück.

Das Team des „Verein für Jugendkultur in Lauf“ suchte für die Badebeats ein Jahr nach DJs, nach Sponsoren für Ausgaben von mehr als 15 000 Euro und brachte bereits im Vorverkauf rund 900 Tickets an die Gäste. Zum achten Mal machten sich die Organisatoren auch auf eine immer wiederkehrende Begleiterscheinung gefasst: Die Beschwerden der Anwohner und der Nicht–Anwohner.

Diese waren es auch, die die Facebook–Nachrichten der Pegnitz–Zeitung wenige Minuten nach Erscheinen am Samstagabend kommentierten. Der Bass sei „eine Zumutung“, der Enkel könne nicht schlafen und man höre „den Mist bis Vogelhof“, hieß es da.

Zu wenig Jugendveranstaltungen

Organisator Andreas König weiß, dass Electro–Musik Geschmackssache ist und er verstehe die Beschwerden. Dabei sind sie gar nicht zu verstehen.
Kritiker sollten einmal selbst die Badebeats besuchen. Und sich so von der Freude der Besucher überzeugen, die im August eine der wenigen Laufer Veranstaltungen für die Jugend genießen.

Die Erweiterung des Laufer Kulturprogramms ist das Ziel der Organisatoren und des Laufer Stadtrats, der den „Badebeats“ die Genehmigung erteilt hat. Beide haben erkannt, woran es in Lauf mangelt und sorgen für Abhilfe.

Vielleicht sollten sich die Gepeinigten besser darüber beklagen, dass Lauf zu wenige kulturelle Veranstaltungen für Jugendliche bietet. Aber noch ist nicht alle Hoffnung verloren: Auf die Beschwerden auf Facebook folgten sofort Gegenreaktionen. „Ihr gönnt den jungen Leuten schon gar nix. Dann ist es heut mal laut. Na und?“ schrieb eine Leserin. Recht hat sie.

N-Land Andrea Beck
Andrea Beck