ADAC gibt Tipps

Nebel, Laub und Wildwechsel: So kommt man sicher durch den Herbst

Symbolfoto Wildunfall
Symbolfoto Wildunfall | Foto: Thomas Heitz/stock.adobe.com2026/03/AdobeStock_385472662-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Nebel, nasse Straßen und feuchtes Laub: Der Herbst birgt auch im Nürnberger Land zahlreiche Ausnahmesituationen für Autofahrer. Wie der ADAC Nordbayern in einer Pressemitteilung mitteilt, gibt es neben den klassischen Risikofaktoren noch eine weitere Gefahr: den erhöhten Wildwechsel.

Die Fahrzeugvorbereitung spielt im Herbst eine zentrale Rolle, so der ADAC. Vor Fahrtantritt sollten die Scheiben für eine klare Sicht regelmäßig von innen und außen gereinigt werden. Auch der Wischwasserstand sollte regelmäßig kontrolliert werden. Da die Außentemperatur bereits im Herbst unter den Gefrierpunkt sinken kann, sollte zusätzlich Frostschutz beigegeben werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, im Vorfeld die Scheinwerfer und Rücklichter auf ihre Funktionsfähigkeit und richtige Einstellung überprüfen zu lassen. Ratsam ist zudem ein zeitnaher Wechsel auf Winterreifen, getreu der bekannten Faustregel „Oktober bis Ostern“.

Die Reifen sollten eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern aufweisen und nach sechs Jahren durch neue ersetzt werden. Der Grund: Mit zunehmendem Alter härtet das Gummi aus und verliert an Grip. Seit dem 1. Oktober 2024 sind nur noch Winterreifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) zugelassen. Reifen mit der Kennzeichnung M+S, die bis dahin noch erlaubt waren, gelten seither nicht mehr als Winterreifen im Sinne der witterungsbedingten Winterreifenpflicht.

Drei Aspekte beachten

Wer im Herbst mit dem Auto unterwegs ist, sollte drei Aspekte beachten: Abstand halten, Geschwindigkeit reduzieren und Licht einschalten. Bei rutschigem Laub auf der Fahrbahn sollte man möglichst gefühlvoll lenken und beschleunigen. Die Nebelschlussleuchte darf nur bei Sichtweiten unter 50 Metern benutzt werden. Bei derart schlechter Sicht gilt zugleich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 50 km/h. Doch auch bei gutem Wetter können die Sichtverhältnisse durch eine tiefstehende Sonne und eine nasse Fahrbahn beeinträchtigt sein. Hier hilft eine saubere Windschutzscheibe, denn etwaige Schlieren streuen das einstrahlende Licht.

Mit dem Herbstbeginn steigt auch die Wildwechselgefahr. Vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden sollten Autofahrer besonders vorsichtig und bremsbereit sein, denn dann quert das Wild häufig in Waldabschnitten oder an Feldrändern die Straßen. Der Grund für die hohe Unfallgefahr: Wildtiere können die Geschwindigkeit von Fahrzeugen nicht einschätzen und springen plötzlich auf die Straße.

Hupen ist empfohlen

Sieht man ein Tier am Fahrbahnrand, sollte man das Fernlicht ausschalten, um das Tier nicht zu blenden, langsamer werden oder ganz abbremsen und hupen, um es zu verscheuchen. Dabei gilt es zu bedenken: Da die meisten Wildtiere nicht allein unterwegs sind, können bei einem Wildwechsel unter Umständen mehrere Tiere die Fahrbahn kreuzen.

Lässt sich eine Kollision nicht mehr vermeiden, sollte man laut ADAC keinesfalls versuchen auszuweichen, sondern voll bremsen und die Spur halten. Ein unkontrolliertes Ausweichmanöver kann schnell am nächsten Baum oder im Gegenverkehr enden und schwere Verletzungen mit sich bringen. 

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