RUMMELSBERG – Diakon Georg Borngässer ist vergangene Woche offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Als Pressesprecher und Leiter der Abteilung Kommunikation war Borngässer zehn Jahre für die Rummelsberger Diakonie tätig.
Zur Verabschiedung in die Philippuskirche kamen zahlreiche Kollegen, Freunde und Weggefährten, um Borngässer zu würdigen. Diakonin Christine Meyer, Älteste der Diakoninnengemeinschaft und Vorstandsmitglied, führte zusammen mit Vorstandskollegin Diakonin Professor Ellen Eidt durch den Gottesdienst.
„Heute verabschieden wir jemanden, der über viele Jahre ein Gesicht, eine Stimme und ein Herz der Rummelsberger Diakonie war“, eröffnete Meyer die Andacht. „Ein Mensch, der Worte sorgfältig gewogen und Wege der Verständigung gesucht hat – ohne dabei stolz und überheblich zu werden“, so Meyer. Borngässer habe gewusst, dass Kommunikation nicht nur Technik, sondern auch Beziehung bedeute. „Und Beziehungen brauchen Ehrlichkeit.“ Borngässer habe vorgelebt, „dass man Menschen die Wahrheit zumuten darf – weil man ihnen gleichzeitig Barmherzigkeit zutraut.“ Sie dankte Borngässer für seinen Dienst, er habe gezeigt, „dass Worte Brücken bauen können, die Menschen und Organisationen tragen und der Verständigung dienen.“ Meyer und Eidt entpflichteten Borngässer offiziell und gaben ihm den Segen für seinen neuen Lebensabschnitt.
Vorstandsmitglied Dr. Tobias Gaydoul würdigte die Arbeit des Pressesprechers ebenfalls. Fast zehn Jahre auf den Tag genau habe Diakon Borngässer in Rummelsberg verbracht. „Zehn Jahre, die geprägt waren von Veränderungen.“ Auch Rummelsberg habe sich in dieser Zeit verändert, die Anforderungen an das Unternehmen, aber auch die Tonlage in der Gesellschaft habe sich ein Stück weit gewandelt. Im Hintergrund habe Borngässer vieles bewegt, was oft unsichtbar blieb. Dafür dankte Gaydoul ebenso wie für Borngässers Diplomatie.
„Echte Beziehungen zählen“
Zuletzt verabschiedete sich der Pressesprecher selbst. In Anlehnung an die „sieben Werke der Barmherzigkeit“, welche die Grundlage der diakonischen Arbeit darstellen, dankte Borngässer in sieben Punkten seinen Wegbegleitern. Von seinem Start 2016 über seine Kollegen, die Begegnungen mit den Menschen in den Rummelsberger Einrichtungen bis hin zu den aufgebauten Netzwerken: „Es war jeden Tag eine Freude, hier zu arbeiten.“ Zum Schluss stimmte Borngässer nachdenkliche Worte an. Er betonte, dass auch in Zeiten, in denen Reichweite und Klicks oft im Mittelpunkt stünden, es die echten Beziehungen zu den Menschen seien, die zählen und tragen.
