FEUCHT/GREDING – Ein 73-jähriger Autofahrer hat in der Nacht auf Sonntag die Feuchter Verkehrspolizei auf Trab gehalten und mit seinem Verhalten unter anderem für eine zeitweise Sperrung der A9 gesorgt.
Kurz vor Mitternacht am Samstag gingen bei der Einsatzzentrale in Feucht mehrere Anrufe von Verkehrsteilnehmern ein, welche einen Geisterfahrer auf der A9 in Richtung München meldeten. Streifen der Verkehrspolizei bemerkten das Fahrzeug zwischen den Anschlussstellen Greding und Allersberg. Es war auf der Richtungsfahrbahn München auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Berlin unterwegs.
Die Beamten leiteten eine sogenannte Drosselfahrt ein, der 73-jährige Fahrer fuhr jedoch ohne die Geschwindigkeit zu reduzieren weiter. Auch Anhaltesignale ignorierte der Mann.
Streifenwagen als Sperre
Zwei weitere Streifen führten deshalb im Bereich des Autobahndreieck Feucht eine weitere Drosselfahrt durch und errichteten auf Höhe der Anschlussstelle Allersberg eine Sperre mit ihren Polizeifahrzeugen. An dieser Sperre verlangsamte der 73-Jährige schließlich seinen Wagen und kam zum Stehen.
Der Mann und seine 71-jährige Ehefrau wurden anschließend auf die Wache nach Feucht gebracht. Seinen Führerschein ist der 73-Jährige erst einmal los, zudem erwartet ihn ein Strafverfahren.
Bisher ist der Polizei ein Geschädigter bekannt, welcher durch den Falschfahrer gefährdet wurde und ihm ausweichen musste. Nun bitten die Beamten, andere Verkehrsteilnehmer, die dem Geisterfahrer ausweichen mussten, sich unter Telefon 09128/91970 zu melden.
