SCHWAIG – Am späten Samstagnachmittag hat ein Pkw-Fahrer im Baustellenbereich auf der A3 in Richtung Passau zwischen Behringersdorf und Mögeldorf mit einem Spurwechsel eine Kettenreaktion ausgelöst.
Der Pkw wechselte in der Baustelle auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Behringersdorf und Mögeldorf gegen 17.30 Uhr so knapp von der mittleren auf die rechte Fahrspur, dass der Notbremsassistent eines Sattelzuges auf der rechten Fahrspur auslöste und den Sattelzug bis fast zum Stillstand abbremste. Ein nachfolgender Kleintransporter erkannte dies zu spät, prallte auf einen Pkw, der zwischen dem Kleintransporter und dem Sattelzug fuhr, und schob diesen auf den Sattelzug auf.
Durch die Wucht des Aufpralls blieb der Pkw teilweise unter dem Sattelzug stecken. Der Kleintransporter hatte eine noch so hohe Restgeschwindigkeit nach dem Aufprall auf den Pkw, dass er ebenfalls noch mit dem Sattelzug kollidierte. Durch die beschädigten Fahrzeuge wurden alle Fahrspuren im Baustellenbereich Richtung Passau blockiert. Der Pkw-Fahrer, der durch seinen Spurwechsel den Unfall ausgelöst hatte, fuhr ohne anzuhalten in Richtung Passau auf der A3 davon.
Der 24-jährige Fahrer des Pkw hinter dem Sattelzug sowie der 37-jährige Fahrer des Kleintransporters wurden durch den Unfall leicht verletzt und durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Der 59-jährige Sattelzugfahrer blieb unverletzt, so die Verkehrspolizei Feucht in ihrem Bericht.
Die Feuerwehren Schwaig und Behringersdorf waren für Rettungs- und Verkehrsmaßnahmen an der Unfallstelle. „Durch den Unfall wurde der Fahrer des Pkw in seinem Fahrzeug eingeschlossen. Die Kameraden der Feuerwehr Behringersdorf übernahmen umgehend die schonende Rettung des Patienten unter Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät und einem Spineboard“, schreibt die FFW Schwaig auf Facebook.
Das THW Schwabach war ebenfalls mit einem Fahrzeug zur technischen Unterstützung vor Ort. Zwei der drei Fahrspuren waren für die Unfallaufnahme und die Bergung der Unfallfahrzeuge für rund drei Stunden gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau in Richtung Passau. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf etwa 33.000 Euro.
Da von dem Unfallverursacher bisher nicht viel bekannt ist, sucht die Polizei nun Zeugen, die den Unfall beobachtet haben. Zeugen können sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Feucht unter der Telefonnummer 09128/91970 melden.
Von Katja Jäkel
