Naturschauspiel

Pure Romantik: Glühwürmchen sind im Landkreis wieder unterwegs

Glühwürmchen sorgen im Zeitraum von Mitte Juni bis Anfang Juli für ein bezauberndes Naturschauspiel.
Glühwürmchen sorgen im Zeitraum von Mitte Juni bis Anfang Juli für ein bezauberndes Naturschauspiel. | Foto: Erich Obster2026/06/PM-47-25_Gluehwuermchen_bei_Nacht-Obster-Erich_LBV-Bildarchiv_komp.-9xqqpenejv2g48c.webp

NÜRNBERGER LAND – Jetzt sind wieder Glühwürmchen unterwegs. Nur wenige Tage im Jahr, meist zwischen Mitte Juni und Anfang Juli, schwärmen die Leuchtkäfer mit Einbruch der Dämmerung aus. An Waldrändern, im Gebüsch, in Parks und besonders in Wassernähe sind sie dann zu Hunderten zu beobachten.

Hinter dem Leuchten steckt pure Romantik – zumindest aus Käfersicht. Bei der in Bayern häufigsten Art, dem Kleinen Leuchtkäfer, sitzen die flügellosen Weibchen auf Ästen oder Grashalmen und locken mit ihrem glühenden Hinterleib vorbeifliegende Männchen an. Das Licht entsteht in sogenannten Leuchtzellen, in denen der Käfer chemische Energie besonders effizient in Licht umwandelt – ganz ohne Wärme. Sein einziger Zweck: die Fortpflanzung.

Nach Paarung und Eiablage erlischt das Licht für immer, denn erwachsene Käfer nehmen keine Nahrung mehr auf. Den weitaus größten Teil ihres Lebens verbringen die Tiere als Larve im Boden – bis zu drei Jahre lang. In dieser Zeit vertilgen sie große Mengen kleiner Schnecken, was sie zu nützlichen Helfern im Garten macht.

Jedes Jahr seltener

Doch das Spektakel wird seltener. „Leider werden von Jahr zu Jahr weniger Glühwürmchen beobachtet. Die hohe Lichtverschmutzung und fehlende Gehölzstrukturen in Wassernähe machen auch diesem faszinierenden Insekt das Überleben immer schwerer“, sagt Franziska Back, Pressereferentin beim Naturschutzverband Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV).

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