Wechsel

Nach 20 Jahren: Peter Bauer gibt Dehoga-Vorsitz im Nürnberger Land ab

Die alte und neue Führungsriege des Kreisverbands Nürnberger Land des Hotel- und Gaststättenverbands: Neuer Vorsitzender wurde Hans Heberlein, zweite Vorsitzende Ramona Scharrer aus Großengsee.
Die alte und neue Führungsriege des Kreisverbands Nürnberger Land des Hotel- und Gaststättenverbands: Neuer Vorsitzender wurde Hans Heberlein, zweite Vorsitzende Ramona Scharrer aus Großengsee. | Foto: Petra Hofmann2026/04/NL-Dehoga-Kreis-NL-Druck-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die Dehoga im Nürnberger Land hat einen neuen Vorsitzenden. Diesen zu finden, war nicht einfach.

„Jetzt sind es genau 20 Jahre“, kann Peter Bauer vom gleichnamigen Hotel- und Restaurantbetrieb in Hersbruck ganz schnell ausrechnen: Im März 2006 hat er den Vorsitz im Kreisverband Nürnberger Land des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga übernommen – von Hans Heberlein. „Jetzt spiele ich den Ball wieder zurück“, lacht Bauer, denn bei der Jahresmitgliederversammlung wurde Heberleins Sohn Hans, Gastronom in Kleedorf, zu Bauers Nachfolger gewählt. Ramona Scharrer aus Großengsee ist die neue zweite Vorsitzende.

Einen neuen Vorsitzenden zu finden, sei gar nicht so einfach gewesen, blickt Bauer zurück: „Eigentlich suche ich schon seit zehn Jahren.“ 2025 schien der Abschied schon nah, doch als der für den Posten vorgesehene Achim Stötzner kurz vor der Wahl aus beruflichen Gründen den Landkreis verließ, hängte Bauer noch ein Jahr dran. Bis jetzt: „Meine Kollegen konnten Hansi überzeugen, dass er der Richtige ist.“

Nachfolger hat schon Erfahrungen gesammelt

Heberlein, der bereits ein paar der dreijährigen Amtsperioden in der Führungsriege des Kreisverbands mitgewirkt hat und dem das Amt aufgrund seines Vaters nicht ganz fremd ist, lockte vor allem das junge, eingespielte Team an, auch wenn ihm bewusst ist: „Die Fußstapfen von Peter Bauer sind sehr, sehr groß, da hat man schon Respekt, seiner Arbeit gerecht zu werden.“ Ihm, Ramona Scharrer und ihren Kollegen ist vor allem die Vernetzung unter den Mitgliedern ein Anliegen: „Wir brauchen einen regen Austausch zu verschiedenen Sachthemen, um in diesen Zeiten enger zusammenzurücken“, betont Heberlein. Denn die Gastronomen und Hoteliers hätten gemerkt, wie wichtig Verbandsarbeit ist – Stichwort Mehrwertsteuer – und einen Draht zu Politik und Behörden zu haben.

Auf verschiedenen WhatsApp-Kanälen könnte es um Produkt-Tipps oder Erfahrungen mit neuen Technologien wie Reservierungssystemen oder Service-Robotern gehen, nennt er Beispiele: „Ein Roboter wird nie ein freundliches Lachen ersetzen; er kann unterstützen, aber wir pflegen die Gastlichkeit“, wirft er noch ein.

Ganz verzichten können und wollen Heberlein und seine Mitstreiter nicht auf Peter Bauer: „Er hat halt so viele Kontakte.“ Daher bleibt dieser dem Kreis als Ehrenvorsitzender erhalten. Für ihn gut, denn so ganz loslassen kann Bauer dann doch noch nicht: „Da haben sich halt Freundschaften entwickelt, die werde ich vermissen.“ Und auch bei den Miniköchen bleibt er aktiv; derzeit plant er fleißig den großen Jubiläumsabend zu 25 Jahren Miniköche in Hersbruck am 14. November in der Geru-Halle.

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