Kandidatur für EU-Parlament

Mortler will nach Europa

2017 wurde sie zum fünften Mal in den Bundestag gewählt – hier ein Foto der CSU-Kandidatennominierung in Heuchling. Nun könnte Marlene Mortler ins EU-Parlament einziehen.
2017 wurde sie zum fünften Mal in den Bundestag gewählt – hier ein Foto der CSU-Kandidatennominierung in Heuchling. Nun könnte Marlene Mortler ins EU-Parlament einziehen. | Foto: PZ-Archiv/Sichelstiel2018/11/marlene-mortler-csu-rede-nominierung.jpg

DEHNBERG/BERLIN — Die CSU-Politikerin Marlene Mortler aus Dehnberg will vom Bundestag in das Europaparlament nach Straßburg wechseln.

Auf der Europawahl-Liste, über die die Parteispitze der Christsozialen am Sonntagabend beraten hat, ist Marlene Mortler auf dem sechsten Platz vorgesehen. Auf die Plätze 1 bis 4 haben die CSU-Oberen den Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, sowie die bisherigen Abgeordneten Angelika Niebler, Markus Ferber und Monika Hohlmeier gesetzt. Fünfter ist der Oberpfälzer Christian Doleschal, der Albert Deß beerben soll. Dieser tritt nicht erneut an.

Endgültig beschlossen wird die Liste auf einem Nominierungsparteitag am Samstag, 24. November, in München. Möglich sind dort auch noch Kampfkandidaturen.

Keine Garantie für einen Sitz

Der sechste Platz bedeutet für Mortler also keineswegs einen garantierten Sitz in Straßburg. Das gilt umso mehr, als die CSU bei der letzten Wahl 2014  nur noch auf fünf statt bisher acht Mandate kam. Der Wähler kann – anders als bei der Bundestagswahl – nur ein Kreuz für eine Liste machen, keinen Direktkandidaten wählen. Über die Reihenfolge der Liste entscheiden die Parteien.

Mortler gehört seit 2002 dem Bundestag an. Sie ist direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Roth/Nürnberger Land. Bei der Wahl im vergangenen Jahr erreichte sie 44,5 Prozent der Erststimmen. Erst im April 2018 berief sie das Kabinett erneut zur Bundesdrogenbeauftragten – diesen Posten hat sie seit 2014 inne.

Schwerpunkt Agrarpolitik

Ihre politischer Schwerpunkt lag aber von Anfang an auf der Agrarpolitik. Die Mutter dreier Kinder ist Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft, sie war Kreisbäuerin im Nürnberger Land und zwanzig Jahre lang mittelfränkische Bezirksbäuerin.

Die 63-Jährige hat bereits angekündigt, sich im EU-Parlament um die Anliegen „unserer Bauern“ sowie die der Verbraucher kümmern zu wollen. Wichtig sei ihr auch, dass Frauen auf der CSU-Liste gut platziert seien, so die Dehnbergerin zur Nürnberger Zeitung.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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