RUMMELSBERG – Zum vierten Male in Folge erhält die Klinik für Schulter- und Ellenbogenchirurgie am Krankenhaus Rummelsberg die höchste Auszeichnung in der Schulter- und Ellenbogenchirurgie – in Gold.
Das sogenannte Prothesensiegel gibt es in Bronze, Silber und Gold – und wird jährlich von der Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie, kurz DVSE, verliehen. Das Siegel bescheinigt der Klinik um Prof. Dr. Richard Stangl und Sektionsleiter PD Dr. Lars Eden Fallzahlen und Expertise auf allerhöchstem Niveau. Das Gold-Siegel hatte die Klinik bereits in den Jahren zuvor erhalten.
Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass mindestens ein Operateur das Expertenzertifikat der DVSE für Schulter und Ellenbogen und somit eine hohe Expertise in diesem Bereich vorweisen können muss. Am Krankenhaus Rummelsberg sind es mittlerweile drei Experten, die dieses seltene Zertifikat innehaben.
130 Experten deutschlandweit
Insgesamt gibt es in Deutschland nur 130 Personen, die ein solches Zertifikat vorweisen können. Als zusätzliche Voraussetzung gelten mehr als 50 Schulter- und Ellenbogenprothesen pro Jahr, die in das Schulterendoprothesenregister der DVSE mit wissenschaftlichen Datensatz eingetragen werden müssen. Am Ende des Kalenderjahres 2025 wurden über 104 Prothesen implantiert und in das Register eingetragen.
Auch die Fallzahl in der Schulter- und Ellenbogenklinik wurde um drei Prozent gesteigert. Insgesamt 773 Fälle wurden vor Ort in Rummelsberg an Schulter- und Ellenbogen operiert. Weiterhin nehmen die Eingriffe an der Schulter mit 654 Fällen den deutlich größeren Teil gegenüber dem Ellenbogen ein.
„Die Klinik für Schulter- und Ellenbogenchirurgie erfährt weiterhin einen enormen überregionalen Zulauf. Unsere Operateure weisen mit dem Expertenzertifikat und dem Goldsiegel im Bereich der Endoprothesen das höchste Level auf, welches man im Bereich der Schulter- und Ellenbogenchirurgie deutschlandweit erreichen kann. Das spricht sich herum – regional und überregional“, so Frank Stauch, Geschäftsführer in Rummelsberg.
Wie Dr. Jens Kellinghaus, Vorsitzender der DVSE-Kommission des Schulter- und Endoprothesenregisters, erklärt, gebe zum aktuellen Zeitpunkt in Bayern acht weitere Kliniken mit einem DVSE-Siegel. Mit dem Krankenhaus Rummelsberg seien es sieben Kliniken mit Gold.
Neues Nachbehandlungsschema
Das Team der Klinik um die Hauptoperateure Prof. Dr. Stangl, PD Dr. Lars Eden und Oberarzt Dr. Tarek Maktabi wird von Assistenzarzt Artem Malchovetskii komplettiert. Gemeinsam wurde ein Nachbehandlungsschema entwickelt, welches Patienten am Tag der Entlassung erhalten. Darin finden Patienten genaue Vorgaben zur Genesung und verlässliche Hilfestellung für die Physiotherapie.
Info: Wie das Krankenhaus Rummelsberg mitteilt, war der häufigste Grund für eine OP an der Schulter im vergangenen Jahr eine Verletzung an der Rotatorenmanschette – eine Sehnenverletzung an der Muskelgruppe, die für die Bewegung der Schulter wichtig ist.
