FEUCHT – Im Rahmen seiner regelmäßigen Unternehmensbesuche war Feuchts Bürgermeister Harald Danzl gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Philipp Ankowski zu Gast bei AGCO/Fendt in Feucht.
Empfangen wurden sie von Dr. Ute David, die seit Anfang 2024 die Leitung des Feuchter Werks innehat und bereits seit 2020 am Standort tätig ist. Sie gab den Besuchern einen umfassenden Überblick über die Geschichte, die Unternehmensstruktur, die Entwicklung und das Produktportfolio des traditionsreichen Landtechnikherstellers. Anschließend führte Segmentleiter Wolfgang Kammerer über das weitläufige Betriebsgelände und vermittelte anschauliche Eindrücke von den Produktions- und Logistikabläufen.
Die Geschichte des Feuchter Werks reicht bis ins Jahr 1918 zurück. Mit der Gründung der Bayerischen Eggenfabrik AG wurde der Grundstein für eine Entwicklung gelegt, die bis heute von technischem Wandel und Innovationskraft geprägt ist, heißt es in einer Pressemitteilung des Marktes Feucht. Bereits 1921 entstand der Markenname FELLA, abgeleitet vom ägyptischen Wort „Fellache“ für Bauer.
Das Produktspektrum veränderte sich im Laufe der Jahrzehnte entsprechend den Anforderungen der Landwirtschaft. Ausgehend von Grasmähern, Pferderechen und Bindemähern entwickelte sich das Unternehmen zu einem Spezialisten für die Grünfutterernte. Seit 1980 liegt hier der Schwerpunkt der Fertigung. Heute ist der Standort Feucht das europäische Kompetenzzentrum für Grünfuttererntetechnik und Teil des amerikanischen AGCO-Konzerns.
75.000 Quadratmeter für moderne Landtechnik
Auf einer Gesamtfläche von rund 75.000 Quadratmetern, davon etwa 25.000 Quadratmeter unter Dach, sind rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Produktportfolio umfasst Mähwerke, Wender und Schwader. Die Fertigungskapazität liegt bei bis zu 11.000 Maschinen jährlich; zuletzt wurden rund 5400 Einheiten produziert. Die in Feucht gefertigten Maschinen sind international gefragt: Rund 80 Prozent werden innerhalb Europa abgesetzt, weitere 20 Prozent finden ihren Weg in Überseemärkte.
Dass die Entwicklung des Werks kontinuierlich vorangetrieben wird, zeige auch ein Blick auf die Investitionen. Seit 2019 wurden rund 21 Millionen Euro in die Optimierung von Produktionsprozessen sowie in Versand und Logistik investiert. Auch bei der Produktentwicklung setzt AGCO/Fendt auf Innovation. Mehrere Maschinen aus Feucht wurden bereits mit dem Innovationspreis der Agritechnica ausgezeichnet. Neben technologischer Weiterentwicklung kommt auch der Ausbildung und Nachwuchsförderung eine wichtige Bedeutung zu. Unter anderem bildet das Unternehmen Fachkräfte für Lagerlogistik aus und schafft damit Perspektiven für qualifizierte Nachwuchskräfte.
