E-Mobilität

Hersbrucker Taxiunternehmen und die Hewa freuen sich über ein gemeinsames Projekt

Bürgermeister Robert Ilg (links) und Hewa-Geschäftsführer Harald Kiesl (Zweiter v. rechts) mit Eigentümerin Stefanie Wartha sowie den Fahrern Jörg Junginger und Mario Lehmann von Taxi 4000 an der Schnelladesäule beim rechten Bahnhof.
Bürgermeister Robert Ilg (links) und Hewa-Geschäftsführer Harald Kiesl (Zweiter v. rechts) mit Eigentümerin Stefanie Wartha sowie den Fahrern Jörg Junginger und Mario Lehmann von Taxi 4000 an der Schnelladesäule beim rechten Bahnhof. | Foto: Porta/Stadt Hersbruck2026/02/Wegweisende_Kooperation_Buergermeister_Robert_Ilg_.jpg

HERSBRUCK – Zu zweit geht manches leichter – wie bei der Schnelllade-Station am rechten Bahnhof, einer Kooperation zwischen der Hewa und Taxi 4000.

Das Hersbrucker Taxiunternehmen hat seit Sommer 2024 seinen ersten „Stromer“ auf der Straße, einen Volvo XC 40 Recharge. Vor kurzem kam ein Kia EV6 dazu, im Juni soll das nächste Dieselfahrzeug ausgetauscht werden.

„Voraussichtlich in dreieinhalb Jahren fährt unsere ganze Flotte – fünf Taxen, zwei Mietwagen – mit Strom“, sagen Eigentümerin Stefanie Wartha und der für den Umbau zuständige Andreas Lautner laut Pressemitteilung der Hewa. Als überzeugte Verfechter der E-Mobilität wollen sie möglichst viel Erfahrung mit dieser umweltfreundlichen Technik sammeln: „Wenn es dann ab 2035 keine Dieselfahrzeuge mehr gibt, haben wir einen Wissensvorsprung.“ Noch viel wichtiger: Die E-Taxen rechnen sich schon jetzt, was Wartungs- und Betriebskosten angeht, so Lautner. „Unser Volvo hat inzwischen rund 120.000 Kilometer auf dem Tacho und hat uns neben dem benötigten Strom sowie dem Reifenverschleiß noch keinen Euro im Service gekostet“, sagt er.

Ein entscheidender Baustein für die positive Zwischenbilanz ist die Schnellade-Station der Hewa am rechten Bahnhof. „Die ist für uns extrem wichtig“, sagt Wartha, weil die E-Taxen hier zwischen den disponierten Fahrten schnell neue Energie ziehen können. In 15 bis 30 Minuten sind die Batterien auf gut 80 Prozent aufgeladen – für die Mitarbeiter zugleich eine gute Gelegenheit, um ihre Pause einzulegen.

Ein Ladepunkt exklusiv für Taxi 4000

Deshalb hat sich Taxi 4000 finanziell an der DC 150 kW-Station beteiligt – und gab damit den entscheidenden Anstoß für die Hewa, hier auf einem von der Stadt Hersbruck zur Verfügung gestellten Fläche ihre zweite Schnellladestation nach der in der Gustav-Schickedanz-Straße zu installieren. „Dank der Kooperation konnten wir das jetzt schon finanzieren“, sagt Hewa-Geschäftsführer Harald Kiesl, schließlich kostet solch eine schnelle Zapfsäule einen hohen fünfstelligen Betrag. Im Gegenzug ist einer der beiden Ladepunkte exklusiv für Taxi 4000 reserviert, der andere steht allen Hersbrucker E-Mobilisten zur Verfügung. Denn auch der Kiesl ist zutiefst davon überzeugt, dass die Zukunft des Automobils elektrisch ist.

Ladeverbund ein echtes „Plus“

Ein zweites „großes Plus“ für das Taxiunternehmen ist der Ladeverbund Plus, ein stetig wachsender Zusammenschluss kommunal geprägter Stadt- und Gemeindewerke wie der Hewa aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Ziel dabei: eine einheitliche und flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. „Wer ein E-Auto fährt, muss genau so leicht und verlässlich tanken können wie Benzin- oder Dieselfahrer“, sagt Harald Kiesl.

Bringt Taxi 4000 beispielsweise einen Kunden nach München, kann der Fahrer auf dem Rückweg in der Nähe von Denkendorf den Akku schnell wieder voll machen, gleiches geht seit kurzem auch in der Nähe des Frankfurter Flughafens. „Das ist vor allem deshalb sinnvoll, weil unsere Fahrer dort mit der App vom Ladeverbund Plus tanken können – und dazu nicht noch drei, vier andere Apps brauchen.“ Davon profitiert letztlich auch die Umwelt: „Wir können überall Ökostrom der Hewa tanken und unsere Kunden damit zu 100 Prozent CO2-neutral an ihr Ziel bringen“, sagt Stefanie Wartha.

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