Zusammenarbeit

Eisrettung: Feuerwehren und Wasserwacht üben gemeinsam in Weißenbrunn

Neu für die Feuerwehrler war das Üben mit speziellen Gerätschaften zur Eisrettung.
Neu für die Feuerwehrler war das Üben mit speziellen Gerätschaften zur Eisrettung. | Foto: Sven Munker/kfv2026/02/Neu_fuer_die_Feuerwehrler_war_das_Ueben_mit_speziell.jpg

NÜRNBERGER LAND/LEINBURG – Eisrettungen gehören nicht zu den alltäglichen Einsätzen der Feuerwehr. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass sie zu derartigen Einsätzen mit alarmiert werden.

Dann ist die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen, insbesondere der Wasserwacht gefragt. Daher gilt es für die Feuerwehren auf derartige Szenarien entsprechend vorbereitet und geschult zu sein. Mit der Kreiswasserwacht Nürnberger Land hatte Kreisbrandmeister Sven Burger, verantwortlich für die Ausbildung der Feuerwehren im Dienstbezirk 3, schnell einen kompetenten Partner für eine Übung mit Abgesandten aus allen Wehren im Landkreis gefunden.

Die N-Land Blaulichtkarte

Als Örtlichkeit wurde das Weißenbrunner Naturbad ausgewählt, denn hier gab es ideale Bedingungen: eine große Eisfläche, sichere Standplätze, gute Sicht von allen Seiten und auch eine Möglichkeit, um sich etwas aufzuwärmen. Alle acht Ortsgruppen der Wasserwacht beteiligten sich an der Ausbildung, auch für die Wasserwacht im Landkreis somit kein alltägliches Ereignis, teilt der Kreisfeuerwehrverband in einer Pressemeldung mit.

Praxisnahe Ausbildung

Nach einer kurzen theoretischen Einführung in das Thema durch Leon Hertwich, stellvertretender Technischer Leiter der Kreiswasserwacht, startete man direkt in die Praxis. An insgesamt fünf Stationen konnten verschiedene Gerätschaften und Methoden geschult und geübt werden. Neben Hilfsmitteln, die bei den Feuerwehren selbst zur Verfügung stehen, wie Leitern oder Schleifkorbtragen, kamen auch Gerätschaften, die die auf solche Szenarien spezialisierte Wasserwacht zur Verfügung stellen kann, zum Einsatz. Zu nennen wären hier ein spezieller Eisrettungsschlitten, Eisretter oder Schubboote. Auch auf die Zusammenarbeit zwischen den beiden Hilfsorganisationen wurde in den Ausbildungseinheiten besonderer Wert gelegt.

Kameraden der Feuerwehren Weißenbrunn und Leinburg, die die Ausbildung unterstützten, sorgten im Weißenbrunner Bad für das entsprechende Licht, die Wasserwacht sorgte für die Absicherung aller Beteiligten. Für den Ernstfall standen Rettungstaucher bereit. An der Übung nahmen über 50 Ehrenamtliche von Feuerwehr und Wasserwacht teil. Die nicht alltägliche gemeinsame Ausbildung der beiden Hilfsorganisationen zog auch zahlreiche Zuschauer an. Nach drei Stunden üben war man dann zwar durchgefroren, aber um viele Kenntnisse und Erfahrungen reicher. Die Veranstaltung war für alle Beteiligten somit ein voller Erfolg. An dieser Stelle weist der Kreisfeuerwehrverband darauf hin, dass durch die nun wieder wärmeren Temperaturen das Eis zunehmend abtaut und Eisflächen nicht betreten werden sollten, da eine ausreichende Tragfähigkeit nicht gewährleistet ist.

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